Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Jugend prangert ihre prekäre Lage an
Kiel Jugend prangert ihre prekäre Lage an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:59 01.05.2019
Von Heike Stüben
Cebel Küçükkaraca von der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein und  Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (von links) führten zusammen mit Gewerkschaftsvertretern den Demonstrationszug durch die Kieler Innenstadt an. Quelle: Frank Peter
Kiel

„Seit Jahren erleben wir, dass die Krise besonders für junge Menschen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt trifft. Außerdem ist Bildung in Schule, Betrieb oder Universität drastisch unterfinanziert", erklärte Mirko Brenner von der Verdi-Jugend. 16 Jugendorganisationen würden deshalb in Zukunft der Wirtschaft und Politik noch stärker klar machen: "Wir zahlen nicht für eure Krise."

Sven Berger, der sich im DGB engagiert, kritisierte die Einkommenssituation vieler junger Menschen. Der DGB-Ausbildungsreport SH 2017 habe gezeigt, dass die durchschnittliche Ausbildungsvergütung in Schleswig-Holstein bei 705 Euro brutto liegt. Einzelne Berufsgruppen lägen jedoch weit darunter.

Mindestausbildungsvergütung

So hätten Mechatroniker 600 Euro im Monat zur Verfügung, Azubis im Friseurhandwerk sogar nur 450 Euro. Gleichzeitig hätten diese jungen Leute aber oft hohe Kosten, um zum Ausbildungsplatz zu kommen.Das Jugendbündnis fordert deshalb eine Mindestausbildungsvergütung, bezahlbaren Wohnraum und einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr. 

Azubi-Ticket für Bus- und Bahn

So lange der nicht gegeben sei, müssten Auszubildende mit einem günstigen SH-Ticket für Bus und Bahn entlastet werden, forderte Anna Aurich vom DGB. "Das würde auch Umwelt und Klima entlasten.“

Zoe Eller vom Jugendbündnis erklärte unter Applaus auf der Abschlusskundgebung vor dem Legienhof: "Wir werden jedes Jahr mehr und wir werden politisch noch aktiver sein. Die Einkommens- und Bildungssituation, der Klimawandel, Krieg und Nationalismus sind für uns Kernfragen für mehr soziale und globale Gerechtigkeit." 

Mehr Tarifbindung

Die Hauptrednerin Stephanie Schmoliner von der IG Metall Kiel-Neumünster warb für eine rege Beteiligung an der Europawahl. Nur so könnten europaweite Standards für gute Arbeitsbedingungen durchgesetzt und ein Dumping-Wettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten mit prekärer Arbeit und niedrigen Löhnen verhindert werden. „Die Mitbestimmung als ein soziales Grundrecht muss in Europa gestärkt werden, damit die Rechte der Belegschaften nicht weiter geschwächt werden.“

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP in der Kieler Ratsversammlung soll jetzt ein Finanzierungskonzept für das Ein-Euro-Ticket in Kieler Bussen und Fähren in Angriff genommen werden. "Alle Varianten der Finanzierung, von der Umlage bis zur Steuer", sollten "unvoreingenommen diskutiert werden".

Michael Kluth 30.04.2019
Kiel Nach der Bombensprengung - Minigolfer in Kiel machen sich Sorgen

Es gibt Dinge, die muss man einfach hinnehmen. Beispielsweise eine Bombe, die so scharf ist, dass sie nur gesprengt werden kann. An den Folgen der kontrollieren Sprengung, die im vergangenen Herbst in Kiel für Aufsehen gesorgt hat, trägt der Minigolfclub Olympia in Gaarden noch immer schwer.

Martin Geist 30.04.2019

Wer am Mittwoch, 15. Mai, beim 4. Intersport Knudsen CampusLauf auf dem Gelände der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mitlaufen möchte, hat noch gute Chancen.Für beide Distanzen (fünf und zehn Kilometer) sind noch Startplätze frei.

30.04.2019