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Kiel 10.000 schwimmen für den guten Zweck
Kiel 10.000 schwimmen für den guten Zweck
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16:47 12.05.2019
Von Heike Stüben
10.000 Enten schwammen am Sonntagnachmittag in der Kieler Förde um die Wette. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Die ehrenamtlichen Helfer hatten vor dem Start an der Kiellinie noch einmal richtig Stress. Gut 1000 von insgesamt 10.000 Enten mussten noch verkauft werden. Schließlich sollte so viel wie möglich bei der Benefiz-Aktion der sechs Kieler Lions Clubs und der Leos zusammenkommen.

Für Anja Schirr war es deshalb selbstverständlich, im Vorübergehen noch eine Ente für ihre Enkel Jona und Charlotte zu erstehen, mit Herzchen zu versehen und ins Rennen zu schicken. "Ich bin selbst Erzieherin und finde die Idee wirklich toll", sagte die Kielerin. In diesem Jahr geht der Erlös an das Projekt Familienpaten des Kinderschutzbundes. Dort stehen 29 Ehrenamtliche Familien im Alltag zur Seite. Mit dem Erlös aus dem Entenrennen sollen für weitere Patinnen und Paten die Ausbildung, Supervision und Betreuung finanziert werden.

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Citti schwächelt - und siegt

Doch nun stand erst mal das Rennen an. Zuerst gingen die Großenten der Sponsoren an den Start - eine kleine Belohnung dafür, dass sie die Kosten für das Spektakel übernehmen und viele der Preise im Gesamtwert von 18.000 Euro spenden. Zuerst legten sich die Enten kräftig ins Zeug und die Citti-Ente erschwamm sich schnell einen Vorsprung. Doch vor dem Ziel drehte sie plötzlich wieder um - zum Spaß der Zuschauer. Und Wolfgang Erichsen, der vom Promi-Boot aus moderierte: "Die Citti-Ente wartet bestimmt noch auf die Kollegin von Famila." Am Ende siegte Citti vor AVT plus Media Service und Lillebräu.

Wo ist meine Ente?

Als Ulrich Hackenberg von der Kieler Feuerwehr um Punkt 14 Uhr die 10.000 Enten mit einem riesigen Platsch zu Wasser ließ, standen die Zuschauer dicht gedrängt am Kai. "Aber wo ist meine Ente", wollte die kleine Lea Winning wissen. Die Erklärung des Vaters, dass man das bei so vielen Enten vom Kai einfach nicht erkennen kann, konnte die Dreijährige nicht so recht nachvollziehen.

Der achtjährge Lias Kern, der mit seinen Großeltern Hanne und Rolf Gnutzmann das Rennen verfolgte, ging hingegen ganz cool mit der Entenmasse um. Er weiß, dass er am Montag ab mittags im Internet lesen kann, welche Ente welchen der zahlreichen Preise gewonnen hat. "Ich habe meine Ente zwar auch verziert, aber entscheidend ist ja die Nummer."

Die Havarie der MSC Zoe und das Entenrennen

Grund für die Zitterpartie um das diesjährige Benefiz-Spektakel war die Havarie des Containerschiffs MSC Zoe. Anfang Januar waren bei einem Sturm zahlreiche Container von Deck ins Meer gestürzt – darunter auch der mit der diesjährigen Enten-Lieferung aus China. Weil eine neue Lieferung zu lange gedauert hätte, kauften die Lions Clubs kurzerhand die Restbestände des deutschen Händlers auf – immerhin 9347 Stück. Dass die Enten etwas anders als gewohnt aussahen, störte am Ende niemanden. Eine kleine Nachlieferung sorgte zudem dafür, dass am Sonntag wie immer 10.000 Enten an den Start vor dem Landeshaus gehen konnten.

Hier sehen Sie weitere Bilder vom Entenrennen 2019 in Kiel. 
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