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Kiel Die Grünen Engel des UKSH
Kiel Die Grünen Engel des UKSH
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16:00 06.04.2019
Von Laura Treffenfeld
20 Jahre Grüne Damen am UKSH: Personalchef Michael Kiens (vorne links) und Pflegemanager Dirk Grimsehl (vorne rechts) ehrten die Damen der ersten Stunde (v.li.) Christel Kolligs, Magdalene Müller-Körber, Renate Strack und Gisela Arp. Quelle: Ulf Dahl
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„Unsere Hauptaufgabe ist es, den Menschen, die hier im Krankenhaus liegen, unsere Zeit zu schenken und für sie da zu sein“, erklärte Wilma Jessen, Leiterin des Patientenservice. „Das tun wir, indem wir mit den Leuten reden, viel zuhören und ihnen ihre Wünsche erfüllen.“ Das könne vom Besorgen der Zeitung bis zum Waschen der Wäsche alles sein.

Man muss auch vergessen können

„Das ist ein Ehrenamt, für das man geschaffen sein muss“, so Jessen. „Unsere Mitarbeiter sind nicht nur einfühlsam, kommunikativ und belastbar, sie sind auch mutig.“ Denn wer als Grüne Dame oder Grüner Herr arbeite, der müsse auch loslassen und Dinge vergessen können, die er oder sie im Krankenhaus manchmal erlebe.

Zeit ist ein kostbares Gut

Von den rund 70 Mitarbeitern des Patientenservice sind vier Grüne Damen - so genannt wegen ihrer grünen Kittel - seit der ersten Stunde mit dabei. Sie wurden am Freitag für ihr langjähriges Engagement geehrt. „Im Gesundheitswesen ist Zeit ein knappes Gut geworden“, so UKSH- Personalvorstand Michael Kiens. „Sie sind daher ein Segen für uns und die Patienten.“

Wer keinen Besuch bekommt, fühlt sich abgehängt

Magdalene Müller-Körber ist eine der Damen aus der Gründungs-Truppe. Früher arbeitete sie als Leiterin eines Pflegeheims in Heikendorf. Nach ihrem Ruhestand wollte sie aber weiter für Patienten da sein. „Es sind vor allem diejenigen, die keinen Besuch bekommen, für die wir viel tun können. Denn wenn man hier im Krankenhaus liegt und keiner kommt vorbei, dann ist man wirklich aufgeschmissen.“ Manche hätten nicht ausreichend Wäsche dabei oder keine saubere. Dann wird für die Leute gewaschen oder etwas aus der Kleiderkammer besorgt. „Alle meine Freunde wissen, montags helfe ich hier im Krankenhaus und dafür sage ich auch schon mal Geburtstagseinladungen ab“, so Magdalene Müller-Körber.

Auch Eisessen hilft

Auch ihre Kolleginnen Christel Kolligs und Renate Strack sind seit Beginn an als Grüne Damen unterwegs – und jedes Mal mit neuen Situationen konfrontiert. „Ich hatte neulich eine junge Familie, bei der es ganz schlecht um den Vater aussah. Dann habe ich mir einfach die Kinder geschnappt und bin mit ihnen draußen ein Eis essen gegangen. So etwas hilft manchmal schon“, sagte Christel Kolligs.

Gründerin Gisela Arp wurde ebenfalls ausgezeichnet

Ein besonderer Dank ging am Freitag an die ehemalige Leiterin und Gründerin der Grünen Damen, Gisela Arp. 1999 hatte sie die erste Gruppe am UKSH ins Leben gerufen. „Ich weiß noch, ich war nach der ersten Woche so glücklich, aber auch so erledigt, dass ich im Bus auf dem Weg nach Hause eingeschlafen bin“, lachte Gisela Arp. Auch sie wurde am Freitag für ihr Engagement ausgezeichnet.

Nachwuchs ist schwer zu bekommen

Für die Zukunft wünschen sich die grünen Damen und Herren qualifizierten Nachwuchs. „Früher ist man eher in den Ruhestand gegangen, da hatte man noch mehr Energie, um etwas zu tun“, erinnerte sich Magdalene Müller-Körber. „Und die jungen Leute arbeiten alle.“ Wer aber interessiert an der Arbeit sei und Spaß am Umgang mit den Patienten mitbringe, sei sehr willkommen.

Wer Interesse hat, sich den Grünen Damen und Herren anzuschließen, kann unter Telefon 0431/500-13820 Kontakt mit Anja Sauer-Just aufnehmen.

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