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Kiel Gute Vorsätze für das neue Jahr
Kiel Gute Vorsätze für das neue Jahr
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10:00 08.01.2018
Von Annette Göder
Sport, gesunde Ernährung und mehr Zeit für die Familie sind Vorsätze, die viele mit Blick auf das Jahr 2018 gefasst haben - Anlass für Glücksforscher Professor Uwe Jensen und Psychologin Stefanie Dieckmann, sich mit dem Thema zu befassen. Quelle: Annette Göder
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Danach heißt der Vorsatz, mehr Zeit für Familie und Freunde aufzubringen. Platz drei: Mehr Bewegung. Es folgt der Wunsch nach gesunder Ernährung und Abnehmen. Und jeder Sechste sehnt sich nach einem Rückzug aus der Online-Welt.

„Ich habe mir für das neue Jahr vorgenommen, zweimal in der Woche Sport zu treiben“, sagt die 52-jährige Pastorin Brigitte Fröhlich. „Ich merke, dass es mir guttut, aber ich muss mich überwinden.“ Jedes Jahr im Januar ist der Run auf Fitnessstudios besonders groß. Der 63-jährige Bert Müller ist gerade eingetreten und hat sich nicht nur vorgenommen, regelmäßig zu trainieren, sondern auch sein Gewicht zu reduzieren. „Aber ich weiß nicht, ob ich das schaffe“, zweifelt er.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Die Kieler Psychologin Stefanie Dieckmann erläutert, warum es so schwierig ist, solche Vorsätze in die Tat umzusetzen: „Die Belohnung erfolgt erst später“, erklärt sie. „Doch wir Menschen sind so veranlagt, dass hauptsächlich kurzfristige Konsequenzen wirksam sind.“ Der Genuss eines Schokoriegels ist sofort spürbar, die Freude über die schlanke Taille allerdings erst wesentlich später. „Langfristige Ziele sind oft hochwertiger“, sagt die Psychologin. „Dafür muss man aber eine Durststrecke in Kauf nehmen.“

Professor Uwe Jensen, Glücksforscher an der Uni Kiel, nennt noch weitere Gründe, warum es so schwerfällt, die guten Vorsätze zu verwirklichen: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier; es erfordert Energie, die gewohnte Bahn zu verlassen.“ Außerdem machten sich manche zu viel Druck, doch das sei ein ungünstiger Antrieb.

Sollte man also den Vorsatz fassen, sich keine Vorsätze mehr zu überlegen? „Die Ziele sollten klar sein und das rechte Maß anpeilen“ sagt Dieckmann. Der Wunsch „Ich will sportlicher werden“ sei zu vage. Umso konkreter, desto besser: „Ich möchte zweimal in der Woche statt mit dem Auto mit dem Rad zur Arbeit fahren“, könnte es heißen. Außerdem sollte die Absicht zur Person passen und realistisch sein.

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