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Kiel Pure Natur: Kollhorst feierte Jubiläum
Kiel Pure Natur: Kollhorst feierte Jubiläum
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18:45 24.09.2019
Von Jennifer Ruske
Pflanzen zum 25. Jubiläum des Naturerlebnisraums gemeinsam einen seltenen Apfelbaum unbekannter Sorte (von links): Sven Graber (Akowia), Dorit Kuhnt (Umweltministerium), Jan-Hajo Teten (Akowia) sowie Erhard Lipkow, Bernd Fries und Regine Selke vom Kollhorst-Vorstand. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

„Natur erleben in der Natur“: Das war und ist das Konzept des Naturerlebnisraums am Skandinaviendamm/Kollhorster Weg. Die sechs Hektar Land, auf denen Anfang der 1950er-Jahre die „Alte Stadtgärtnerei Kollhorst“ Gemüse, Stauden und Gehölze anbaute, sollten – so die Idee des damaligen Umweltministers Berndt Heydemann – nicht nur dem Landschaftsschutz dienen, sondern Natur und Mensch in Verbindung bringen.

Gründung von Natur- und Umweltverbänden

Das weiß Erhard Lipkow vom Vorstand des Vereins Kollhorst. Der wurde 2004 von verschiedenen Natur- und Umweltvereinen gegründet, um den Naturerlebnisraum mit Leben und naturpädagogischen Angeboten zu füllen. „Mit seinem umfangreichen Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt der Verein Kollhorst ein gutes Beispiel ab, was man in und aus einem Naturerlebnisraum allen machen kann“, lobt Staatssekretärin Dorit Kuhnt vom Umweltministerium während des Herbstfestes. Die grüne Oase nah des Stadtzentrums biete sowohl Erholung für die Kieler als auch pädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene.

Zusammenhänge in der Natur erleben

Und die sind wichtig: „Es gibt Kinder, die noch nie barfuß über eine Wiese gelaufen sind“, sagt auch Vorstandmitglied Bernd Fries. Auf dem Kollhorst-Gelände können sie genau das erleben – und noch vieles mehr: „Man sieht bei uns die Pflanzen wachsen, erlebt die Zusammenhänge in der Natur, wie wichtig zum Beispiel Insekten für die Bestäubung sind, und darf zum Beispiel beim Apfelsaft pressen oder Honig schleudern mithelfen“, erklärt Fries das Konzept des Kieler Naturerlebnisraums. Dieser ist übrigens nicht mehr allein in Schleswig-Holstein, sondern hat im Laufe der Zeit viele Nachahmer gefunden: Inzwischen gibt es 65 Naturerlebnisräume im Norden, so Kuhnt, und die sind Deutschlandweit einzigartig. „Die Naturerlebnisräume sind ein Alleinstellungsmerkmal für Schleswig-Holstein.“

Verein feiert Herbstfest

Und das ist ein Grund mehr, die 25 Jahre NER gebührend zu feiern. Das Herbstfest des Vereins sorgte mit seinem Mitmachangeboten für Kinder, der Apfelrallye, den Infoständen vieler Natur- und Umweltvereine nicht nur für viel Spaß bei den zahlreichen kleinen und großen Besuchern, sondern bot einen guten Rahmen für die Feierlichkeiten. Die wurden gekrönt vom Pflanzen eines ganz besonderen Apfelbaums. „Diese alte, seltene und kurioserweise auch den Experten völlig unbekannte Sorte haben wir auf dem Gelände des Möbel-Kraft-Geländes gefunden und veredelt“, erklärt Jan-Hajo Teten vom Verein Akowia, der Mitglied im Verein Kollhorst ist. In den kommenden Jahren dürfen dieser und sechs andere Bäume des Akowia-Apfels im Naturerlebnisraum wachsen und gedeihen. Und gleichzeitig sollen sie mit ihrem Obst Kindern die Natur näher bringen.

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