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Kiel Graue Kolosse öffnen die Decks
Kiel Graue Kolosse öffnen die Decks
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08:42 22.06.2019
Von Frank Behling
Zerstörer "Ross" macht neben dem deutschen Zoll-Katamaran "Helgoland" und der polnischen Fregatte "General Pulaski" fest. Quelle: Frank Behling
Kiel

Im Tirpitzhafen steht das größte internationale Marinetreffen in Deutschland an. 35 Boote und Schiffe aus zwölf Nationen mit fast 3500 Soldaten sind in Kiel eingetroffen. Sie alle folgten dem Führungsschiff „Mount Whitney“ mit Vizeadmiral Andrew „Woody“ Lewis.

Manöver Baltops vor Kiel beendet

Der Kommandeur der wieder aktivierten 2. US-Flotte hatte das Manöver Baltops mit 55 Schiffen und 8600 Soldaten am 9. Juni in Kiel begonnen. Nach dem Einlaufen in Kiel zog er ein positives Fazit. „Für die 2. Flotte war dieses bewährte, multinationale See-Übungsmanöver die erste Gelegenheit, als neue Kommandoeinheit die Befehlsgewalt und Überwachung der Einsätze auf See auszuüben", so der Admiral.

Deutschland spielte bei dieser Übung eine Schlüsselrolle, da es vielseitig einsetzbare Streitkräfte, einen Übungsbereich sowie den Marinestützpunkt Kiel für die Koordinierung im Hafen zur Verfügung habe, teilte Lewis mit.

Lob für die deutsche Marine vom US Admiral

Gleichzeitig schob er noch ein Lob an die von Ausrüstungsmängeln gebeutelte deutsche Marine hinterher. „Es war mir eine Freude und Ehre, Seite an Seite mit den deutschen Streitkräften zu dienen. Ich begrüße die Bemühungen der Bundeswehr zur Modernisierung ihrer Fähigkeiten. Wenn wir zusammenarbeiten, sind wir stärker“, so Lewis in dem Schlusswort. 

Zerstörer im Doppelpack

Die drei Schiffe der US Navy bleiben aber übers Wochenende in Kiel. Erstmals musste der Marinestützpunkt dabei neben dem Führungsschiff „Mount Whitney“ auch zwei der großen US-Zerstörer unterbringen. Das stellte den Stützpunkt vor enorme Herausforderungen. Die Zerstörer „Ross“ und „Gravely“ mussten aufgrund der Schiffsfülle ins Doppelpack.

Fregatten auch aus der Türkei und Spanien dabei

Neben den Amerikanern sind besonders die Briten sehr stark vertreten. Das Flottenflaggschiff „Albion“ ist zusammen mit den Fregatten „Kent“ und „Westminster“ sowie vier Patrouillenbooten in Kiel. Dänemark ist mit drei großen Schiffen dabei.  Ausgefallen ist diesmal kurzfristig nur das polnische Landungsschiff "Gniezno", dass nach einer Landungsübung vorzeitig in den Hafen von Gdingen zurück musste.

Aus dem Mittelmeer sind dafür die türkische Fregatte „Gökova“ sowie aus Spanien das Segelschulschiff „Juan Sebastian Elcano und die Fregatte „Juan de Borbon“ im Tirpitzhafen.

"U 33" zeigt sich auch beim Open Ship

Aus Platzgründen liegen die meisten Einheiten in Doppelpacks an den Piers. Es sind aber auch Besonderheiten wie der Zoll-Katamaran „Helgoland“, das Bundespolizeischiff „Bayreuth“ oder das deutsche U-Boot „U 33“ im Hafen. 

Am Sonnabend, Sonntag und Mittwoch öffnet der Stützpunkt von 13.30 bis 17.30 Uhr seine Tore. Dabei gibt es auch Flugvorführungen mit einem Marinehubschrauber vom Typ "Sea King" zu sehen.

Im Tirpitzhafen haben 35 Marineschiffe mit 3500 Soldaten festgemacht.
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