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Kiel 14500 Medien für Leseratten
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07:00 20.01.2016
Von Karina Dreyer
Besonders beliebt beim Lesenachwuchs: das rote Sofa, auf dem auch die zehnjährige Jönna Fay gerne Platz nimmt. Quelle: Karina Dreyer
Suchsdorf

Um Kosten zu sparen, dachte die Stadt Kiel vor zehn Jahren darüber nach, einige Stadtteilbüchereien zu schließen. Um das zu verhindern, gründeten die Suchsdorfer im Januar 2006 einen Förderverein. Rechtlich gestärkt durch den Eingemeindungsvertrag zwischen Suchsdorf und der Stadt Kiel von 1958, in dem der Bestand der Bücherei ausdrücklich festgehalten worden war. „Auf diese Zusicherung stützte sich der Büchereiverein bei seinen Verhandlungen mit der Stadt. Doch die Suchsdorfer wollten nicht nur auf ein vertraglich zugesichertes Recht pochen, sondern aktiv mitarbeiten“, erklärt Vereinsmitglied Margrit Seresse. Sie hat sich mit der Geschichte der Bücherei und des Vereins beschäftigt und herausgefunden, dass der damalige Suchsdorfer Verwaltungsbeamte Walter Mittelstädt nach Vertragsabschluss zwischen dem Verein Büchereiwesen in Holstein, Kreis Rendsburg und der Gemeinde Suchsdorf bereits am 1. April 1956 in einem 17 Quadratmeter großen Raum des Gemeindehauses eine Gemeindebücherei eröffnete und mit seiner Frau führte. Der Bestand umfasste anfangs 270 Bände, darunter 100 Bücher für Kinder und Jugendliche, die in einer Stunde in der Woche ausgeliehen werden konnten.

 Die Nachfrage wuchs, und so zog die Bücherei 1962 nach der Eingemeindung als Zweigstelle der Stadtbücherei Kiel in das neue Verwaltungsgebäude an der Eckernförder Straße. „Das war eine ganze Etage mit erheblich aufgestocktem Bestand und einer Diplom-Bibliothekarin als Leiterin“, so Margrit Seresse. Da die betreute Grundschule mehr Platz brauchte, zog die Bücherei 2014 samt Verwaltungsstelle in die ehemalige Schlecker-Filiale im Amrumring 2 und wurde umgebaut. Auf der barrierefreien Fläche stehen nun auf 213 Quadratmeter 14500 Bücher, Zeitschriften, CDs, Spiele und Hörbücher zur Verfügung. Eine Leseecke mit Stühlen und ein rotes Sofa laden zum Verweilen ein. „Bücherei und Verein können auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Von dem kräftigen Einbruch 2014, bedingt durch die lange Schließung der Bücherei infolge des Umzugs, hat sich die Ausleihzahl wieder erholt, 53675 waren es im vergangenen Jahr“, erklärt Vereinsvorsitzender Reinhardt Specht. Zufrieden ist er, denn die Bücherei wird gut angenommen. Jeweils einmal im Monat gibt es ein Bilderbuchkino, Vorlesen für Kinder und Bewohner im Awo-Servicehaus, einen Lesekreis und vieles mehr. Specht würde sich allerdings noch ein Vordach für den Eingang wünschen, um so manche Pfütze in der Bücherei zu verhindern.

 Das zehnjährige Bestehen des Büchereivereins Suchsdorf beginnt am Freitag, 22. Januar, um 19.30 Uhr mit einer Lesung: Harry Tobinski-Ahrens trägt unter dem Titel „Kiel in der Welt der Bücher“ Texte verschiedener Autoren vor. In einer Pause ist auch Zeit für eine kleine Stärkung und Gespräche, in der auch die Geschichte der Bücherei noch einmal anhand einer kleinen Ausstellung nachvollzogen werden kann. Der Eintritt ist frei.

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