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Kiel Endlich Platz für den Neubau
Kiel Endlich Platz für den Neubau
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10:00 04.07.2019
Von Jennifer Ruske
Im Juni ist der Schuppen auf dem ASB-Hinterhof abgerissen worden. Auf dem Gelände entsteht ab Herbst der Neubau der Rettungswache. Quelle: ASB
Kiel

 Die Grundsteinlegung dafür wird – anders als anfangs geplant – nun erst im Herbst erfolgen. „Das war stellenweise Millimeterarbeit“, sagt Regionalgeschäftsführer Wolfgang Mainz, der sich über den gelungenen Abbruch des alten Gebäudes auf dem Hof des ASB freut. Die Wände des Schuppens, den der ASB für seine Flohmärkte genutzt hat, standen teilweise so eng an den Mauern der Nachbarhäuser, dass „dazwischen nur zwei bis zehn Zentimeter Luft waren“, lobt Mainz die umsichtige Arbeit des Baggerfahrers. Stück für Stück habe der das Mauerwerk abgetragen. Gute drei Wochen haben die Abbrucharbeiten sowie die Entsorgung gedauert. Geplant war beides eigentlich schon zum Anfang des Jahres, dank der guten Auftragslage der Handwerksbetriebe kam es jedoch zu einer zeitlichen Verzögerung, die sich auch auf den Baubeginn auswirkte. „Jetzt aber kann der Neubau kommen“, sagt Mainz.

Idee für die neue Rettungswache ist alt

Auf dem insgesamt rund 2000 Quadratmeter großen Gelände des ASB in Hassee soll eine neue Rettungswache mit Fahrzeughalle sowie neuen Sozialräumen entstehen. Die Idee dafür ist schon etliche Jahre alt, sagt Mainz. Denn der Carport auf dem Hof, unter dem derzeit die zwei Rettungswagen, die zwei Krankentransportfahrzeugen und der ASB-Intensivtransportwagen untergebracht sind, ist seit 17 Jahren ein Provisorium. „Aber wie das so ist mit Provisorien, sie halten am längsten“, sagt der Regionalgeschäftsführer. Aufgestellt wurde der Carport, nachdem der ASB 2001 das Gebäude in der Hamburger Chaussee 90 gekauft hat. Die Auflagen der Berufsgenossenschaft unter anderem im Bereich Unfallschutz machen jetzt den Neubau notwendig. Architekt Ingo Krümmel (Hamburg) hat für den ASB Kiel ein langgezogenes Gebäude geplant. Rund 220 Quadratmeter groß wird die Halle mit vier Stellplätzen für den öffentlichen Rettungsdienst. Daneben liegen der rund 364 Quadratmeter große Sozialtrakt für die 20 Mitarbeiter und die Auszubildenden zum Rettungs- und Notfallsanitäter auf der Rettungswache. Hinzu kommt eine Halle für die drei ASB-Fahrzeuge (rund 166 Quadratmeter). 

Baukosten betragen voraussichtlich 2,2 Millionen Euro

Mit rund 2,2 Millionen Euro Baukosten rechnen der ASB-Regionalverband Kiel und der ASB-Landesverband. Finanziert wird der Neubau unter anderem durch die Vermietung an die Stadt Kiel. „Die Verträge mit der Kommune stehen kurz vor dem Abschluss“, sagt Mainz. Im Auftrag der Stadt Kiel übernimmt der ASB Rettungsdienste und Krankentransporte – und deckt gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und der Berufsfeuerwehr den Rettungsdienst im gesamten Bereich Kiel-Stadtmitte ab, sagt Mainz. „Durch unsere Lage sind wir aber auch innerhalb der Hilfsfrist in Hassee, Russee und Gaarden Süd.“ Ab Spätsommer/Herbst 2020 soll der Neubau stehen. Der erste Spatenstich ist für Herbst dieses Jahres vorgesehen. Bis dahin wird auch das Carport-Provisorium abgerissen sein. „Wir hoffen, dass ein Generalunternehmer im September oder Oktober mit den Arbeiten beginnen kann“, so Mainz. Die letzten Gespräche mit verschiedenen Firmen, die ein Angebot für den Auftrag abgegeben haben, laufen noch, die Auftragsvergabe ist für August geplant. „Ab dann müssen wir die Anwohner einmal mehr um Nachsicht aufgrund der Bauarbeiten und des damit verbundenen Lärms bitten“, sagt Mainz, der gleichzeitig allen Nachbarn dankt, die sich trotz der Absperrungen und des Lärms beim Abbruch geduldig gezeigt haben.

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