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Kiel Grondke verteidigt das Bauprogramm
Kiel Grondke verteidigt das Bauprogramm
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11:54 11.03.2019
Von Niklas Wieczorek
Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld präsentierte Doris Grondke im Bauausschuss am Donnerstag ihre Vorlage zum Programm. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Ihr Ziel sei es, sich "schützend vor meine Leute" zu werfen, so die Dezernentin Doris Grondke . Sie habe vielmehr erstmals alle beschlossenen Großvorhaben zusammengefasst, "um ein konsequenteres Vorgehen zu ermöglichen". Doch zu einer endgültigen Abstimmung war der Ausschuss noch nicht bereit. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD wurde der Antrag verschoben.

26 Stellen für Hochbau nicht besetzt

"Wir wollen nichts anderes, als ein Programm mit Ihnen erarbeiten", sagte die Baudezernentin Doris Grondke. Im für Hochbau zuständigen Bereich seien derzeit 26 Stellen nicht besetzt. Das erschwere die Arbeit erheblich. Dennoch wies sie darauf hin, dass die verschickte Liste lediglich Bauprojekte mit Investitionsvolumen über eine Million Euro aufzähle. In der Vorlage sei nicht die Rede davon, dass bestimmte Aufgaben vorgezogen werden, sagte Grondke. "Nein, wir machen alles."

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In anderen Ämtern der Stadt Kiel sei es daher "geübte Praxis, sich das Jahresprogramm beschließen zu lassen", so Doris Grondke. Die 34 Bildungs- und 15 Kommunalbauten der Liste seien allesamt im Bauausschuss besprochen worden. Im Schnitt kämen jährlich rund 200 weitere Bauprojekte unter eine Millionen Euro dazu, die hier nicht verzeichnet seien.

SPD beantragte Zurückstellung

Gabriele Wiesmann-Liese, Chefin der städtischen Immobilienwirtschaft, pflichtete Grondke bei: "Wir wollten mit dieser Vorlage die Mitarbeiter schützen – und haben damit nichts geschoben." Auch André Wilkens (SPD), der sich zuvor abwartend geäußert hatte, versuchte zu besänftigen: "Wir wissen, dass Sie an der Grenze der Belastbarkeit arbeiten", sagte er in Richtung Wiesmann-Liese. Um "Ruhe" zu erzeugen, beantragte er die Zurückstellung des Antrags. 

Die Opposition dagegen erneuerte noch vor der Zurückstellung des Antrags ihre Kritik: "Den Mitarbeitern macht keiner einen Vorwurf", sagte Florian Weigel (CDU), "höchstens vielleicht der Verwaltungsspitze." Ein strukturelles Personalproblem müsse von dieser angegangen werden.

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