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Kiel Ärger in der Forstbaumschule
Kiel Ärger in der Forstbaumschule
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00:17 23.08.2013
Von Christoph Jürgensen
Sommer, Sonne, grillen und feiern – bei schönem Wetter ist die Forstbaumschule ein grüner Magnet, gerade für junge Leute. Quelle: cjue
Kiel

Grundsätzlich sei in Kiel das Grillen in Parkanlagen erlaubt, stellte Jürgen Slogsnat vom Grünflächenamt im Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook klar, „Das Problem ist nur, dass einige Leute übertreiben.“ Da würden Bäume und Rasenflächen beschädigt, Büsche als Toilette missbraucht, enorme Lautstärken erzeugt und zum Abschluss Müll und Grillrückstände hinterlassen.

Zwar verzeichnet die Polizei in der Forstbaumschule keine bedenklichen Ausmaße, das erste Revier hat kaum Aktenkundiges vorzuweisen. Dennoch möchte das Grünflächenamt die Feierlaune im Park der Anwohner zuliebe in geregelte Bahnen lenken. Ziel sei eine Beschilderung, die eindeutig darüber aufkläre, wo und wie lange gegrillt werden dürfe, so Slogsnat. Die Einhaltung dieser Regelungen müsste dann ein Kontrolldienst gewährleisten.

Der Forstbaumschulenpark gilt als Landschaftsschutzgebiet, was das Grillen jedoch keineswegs ausschließt. Nur im Bereich von ausgewiesenen Naturdenkmalen, von denen es fünf im Park gibt, ist es untersagt, damit diese alten Bäume nicht zu Schaden kommen. Ohnehin sollte niemals direkt unter einem Baum gegrillt werden, erklärte Slogsnat, da die Rauchentwicklung dessen Entwicklung stören könne. Beschwerden hat es in der Vergangenheit auch vom Adolfplatz gegeben. Hier soll das Grillen generell verboten werden.

Keine Lösung gibt es vorerst für einen weiteren Kritikpunkt einiger Forstbaumschulen-Anwohner: Besucher des Parks würden auf einigen Metern der Schlieffenallee immer wieder auf dem Grünstreifen parken. Dadurch sei die Grünfläche bereits arg angegriffen. Ein massenhaftes Aufstellen von Pollern oder anderen Begrenzungen hat das Grünflächenamt bislang jedoch nicht im Sinn. Thema im Ortsbeirat waren auch die sogenannten Slacklines, die zwischen Bäumen gespannt werden, um darauf zu balancieren. Slogsnat teilte mit, dass das Spannen dieser Slacklines ab einem Stammdurchmesser von 50 Zentimetern und einem ausreichenden Schutz der jeweiligen Bäume, etwa durch Decken oder Teppich, gestattet sei.