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Kiel Gemeinsam gegen das Insektensterben
Kiel Gemeinsam gegen das Insektensterben
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19:01 28.04.2018
Von Heike Stüben
In Kiel-Hammer entsteht eine Wildblumenwiese für Bienen. Quelle: fpr: Frank Peter
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Hammer

2500 Quadratmeter hat der promovierte Biologe von der Stadt in Hammer gepachtet. Auf die Idee hatte ihn das Projekt des Umweltministeriums gebracht, mehr Blühflächen für Insekten anzulegen. "Das Gelände war von der Stadt entrümpelt worden, aber völlig verkrautet und die Quecke habe ich trotz aller Mühen nicht ganz herausbekommen", sagt Schröter. Aber aufgeben wollte er auch nicht.

Saat-Mix für Insekten

Und so steht er an diesem Sonnabend auf dem Boden und schneidet einen großen Sack auf: Sechs Kilo Saatgut hat er gekauft. Samen von Malve, Alexandriner Klee, Leindotter, Ringelblume, Buchweizen... allesamt Blühpflanzen, die Insekten Nahrung geben. "Und wenn Zwischenräume bleiben, können sie von bodenbrütenden Insekten für die Aufzucht genutzt werden", sagt Schröter.

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Aktion soll Zeichen setzen

Etliche Unterstützer sind gekommen, um gemeinsam mit Schröter die Samen zu verteilen. "Der Artenrückgang macht mir Sorgen. Das hier ist ein kleiner Beitrag, um den Artenreichtum wieder herzustellen. Und vielleicht motiviert das auch andere ", hofft Martin Schlichtenberger (52). Politikstudentin Hannah Werle (28) ist auch gekommen, um ein Zeichen zu setzen. "Ich finde, dass die Problematik des Insektenrückgangs noch immer unterschätzt wird und die Politik trotz der Dringlichkeit zu wenig dagegen tut." Nun hoffen alle, dass in wenigen Wochen erste Erfolge der Gemeinschaftsaktion sichtbar werden. "Wenn es hier summt und brummt, können wir immer herkommen und uns freuen", sagt der siebenjährige Vegard.

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