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Kiel Topfhaus: Fertigstellung ist in Sicht
Kiel Topfhaus: Fertigstellung ist in Sicht
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19:00 08.05.2019
Von Jürgen Küppers
Neues aus dem Topfhaus im Alten Botanischen Garten: Der ehemalige Pflanzraum kann künftig zum Tafeln genutzt werden - auch durch eine neue Küche. Darüber freuen sich (von links) Edda Hinrichsen (Topfhaus-Stiftung und Förderverein), Gerda Elisabeth Jäger (Förderverein), Bernd Brandes-Duba (Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein), Carsten Zarp (Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse) und Günter Horstmann (Topfhaus-Stiftung und Förderverein). Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Im Topfhaus kann jetzt schon aufgetischt werden. Denn das fast fertig sanierte historische Backsteingebäude (errichtet 1884/1885) verfügt nun auch über eine frisch eingebaute Küche. Damit hat das denkmalgeschützte Gebäude aus wilhelminischer Kaiserzeit nun beste Voraussetzungen, noch in diesem Jahr zu einem ebenso attraktiven wie idyllischen Veranstaltungsort zu werden (wir berichteten).

Die mehr als 12.000 Euro für die Küche kamen hauptsächlich durch Zuschüsse von Förde-Sparkasse, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein oder der Privatspenderin Gerda Jäger zusammen. „Damit können die Räume, die insgesamt bis zu 70 Personen Platz bieten, vielfältig genutzt werden – vom Café bis zu Hochzeiten oder kulturellen Veranstaltungen“, erklärt Günter Horstmann, Vorstandsmitglied der Topfhaus-Stiftung.

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Voraussetzungen für Fördergelder sind erfüllt

Doch bis es soweit ist, müssen noch ein paar Hürden genommen werden: Es fehlt noch ein zweiter Notausgang sowie die Förderzusage von Bund und Land (insgesamt 250.000 Euro) für den vorläufig letzten Bauabschnitt.

Doch Günter Horstmann gibt sich optimistisch, „dass das schon bald klappt“. Denn die Genehmigungen der Behörden für Umbau und Umnutzung des Gebäudes seien inzwischen erteilt worden. „Bis dahin war es zwar ein hartes Stück Arbeit. Aber jetzt sind alle Voraussetzungen gegeben, dass das Geld von Bund und Land fließen kann.“

Jetzt fehlen noch WC-Anlage und Fernwärme-Anschluss

Insgesamt 650.000 Euro sind bislang in die Anfang 2016 begonnene Sanierung eines der bauhistorisch wertvollsten Gebäude Kiels geflossen. Der Löwenanteil (mehr als 450.000 Euro) kam von Bund und Land, Geld gaben auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz oder das Landesamt für Denkmalschutz. Zu den Dauerförderern gehört die Brunswiker Stiftung mit einer jährlichen Fördersumme in Höhe von 12.000 Euro (Laufzeit insgesamt: zehn Jahre).

Mit dem Geld wurde das Gebäude von Grund auf wieder instand gesetzt – angefangen von der Sanierung des Außenmauerwerks bis zur Erneuerung von Dach, Fenster und Türen. Danach folgte der Innenausbau mit Sanierung der Räume im Erdgeschoss sowie des ehemaligen Pflanzraums im Keller. Dort wird im vorläufig letzten Bauabschnitt noch eine WC- und Elektro-Anlage eingebaut sowie ein Fernwärmeanschluss gelegt.

Neuer Garten mit Bäumen aus aller Welt

Fast vollständig wiederhergestellt sind inzwischen auch die Außenanlagen südlich des Topfhauses. So hat das benachbarte Uni-Klinikum einen Garten mit Rollrasen und exotischen Bäumen angelegt, der mit drei „Themenbereichen“ ganz bewusst auf die Pflanzenvielfalt des Alten Botanischen Gartens verweist.

So gibt es im zum Beispiel im „amerikanischen“ Gartenteil einen Nymphen- oder einen Mammutbaum, im asiatischen Teil eine Goldlärche, eine Mädchenkiefer oder einen Himalaya-Baum, im europäischen Areal des Gartens eine Winterlinde und eine italienische Säulenpappel.

Grüne Bereicherungen mit historischen Bezügen

Bei der Auswahl der Bäume habe man darauf geachtet, dass sie eine Bereicherung des Baumbestandes des gesamten Areals darstellen. „Denn keine der jetzt gepflanzten Baumarten gibt es schon im Alten Botanischen Garten“, erklärt Günter Horstmann: „Insofern ist der Garten am Topfhaus eine echte botanische Bereicherung mit einem historischen Bezug.“

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