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Kiel Jetzt spricht ein Mitinhaber der Pavillons
Kiel Jetzt spricht ein Mitinhaber der Pavillons
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12:38 11.03.2018
Von Karen Schwenke
Vertritt die Eigentümer der umstrittenen Pavillons: Claus Heinrich, Inhaber von Schuh-Heinrich. Von seinem Geschäft blickt er direkt auf den Alten Markt. Quelle: Thomas Eisenkraetzer
Kiel

Als Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft Handelshof ist er für die Vermietung und Pflege der vier Altstadtgebäude zuständig und hat Einfluss auf ihr Schicksal. Wir haben ihn gefragt, wie er die Zukunft der Pavillons sieht.

Herr Heinrich, hat Sie die Entscheidung des Denkmalschutzamtes überrascht?

Claus Heinrich: Nein, das ist seit Längerem in der Diskussion. Aber es erschwert die Situation. Jetzt muss jede Neuvermietung mit dem Amt abgeklärt werden. Ich kann die Argumente für den Denkmalschutz nachvollziehen. Die Pavillons sind Zeitzeugen der Olympiade 1972. Man würde ja auch die Olympiafackel auf dem Rathausplatz nicht abreißen.

Können Sie sagen, was mit den Pavillons geschehen wird?

Im Moment sind wir schlichtweg Geschäftsführer und kümmern uns um den wirtschaftlichen Betrieb. Wir sind aber seit zwei, drei Jahren mit der Stadt im Gespräch, wie die Nutzung des Alten Marktes aussehen könnte, wenn der Pachtvertrag im Jahr 2030 ausläuft. Entschieden ist aber noch nichts.

Was sagen Sie Kielern, die den Platz kritisieren?

Alle, die über die Attraktivität des Alten Marktes philosophieren, sollen mal im Sommer abends kommen und sich das anschauen. Dann ist hier nämlich mehr los als im gesamten Rest der Innenstadt. Den Kommunalpolitikern, die fordern, der Alte Markt müsse endlich wieder attraktiver Mittelpunkt der Stadt werden, kann ich nur entgegenhalten, dass sie die letzten zehn Jahre wohl nicht hier gewesen sind.

Es gibt immer wieder Leerstände. Wie läuft die Vermietung?

Die Vermietung ist im Laufe der vergangenen 20 Jahre nicht einfacher geworden, aber das können Sie auch an anderen Stellen beobachten. Die Vermietungsauslastung liegt im Schnitt bei 90 Prozent. Derzeit haben wir zwölf Gewerbemieter, der ehemalige Fahrradpavillon ist jedoch frei. Dafür haben wir einen Interessenten, mit dem wir gern kurzfristig abschließen wollen.

Auch wenn es wirtschaftlich läuft: Viele Kieler wünschen sich einen Abriss.

Dass man die Pavillons heute so nicht mehr bauen würde, ist ja keine Frage. Aber jeder, der mit dem Abriss hantiert, muss darlegen, was an der Stelle geschehen soll. Ein Parkplatz wird es nicht werden. Ich bin erstaunt, dass sich die Politik so offensiv daran wagt, weil jede neue Gestaltung genauso zerrissen werden wird. Sie können bei dem Thema nur verlieren.

Würden Sie, wenn der Preis stimmt, die Pavillons an die Stadt verkaufen?

Ja. Wir würden es aber nicht tun, ohne zu wissen, was danach kommt. Wir versuchen natürlich Einfluss zu behalten auf das, was hier vor unserer Tür passiert.

Wie soll es denn nun heißen? Wenige Monate vor der geplanten Eröffnung des Bades an der Hörn machen sich Verwaltung und Politik Gedanken über den Namen für die 25 Millionen Euro teure Anlage in Gaarden.

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