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Angst vor Demenz: Frau gesteht vor Kieler Landgericht versuchte Vergiftung des Vaters

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13:45 08.01.2021
Ein Schild "Landgericht" und "Staatsanwaltschaft" ist am Gerichtsgebäude in Kiel zu sehen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Vor dem Kieler Landgericht hat eine 32-Jährige am Freitag eine versuchte Vergiftung ihres Vaters gestanden. Sie habe geglaubt, dass er an Demenz leide, und ihm ein Medikament in sein Bier geschüttet, „um ihn zu erlösen“, sagte die Frau. Dann fügte sie hinzu: „Man lässt ja auch ein angefahrenes Reh nicht am Straßenrand liegen.“

Nach der Tat habe sie ihre Mutter angerufen, und auch ihrem Mann habe sie gesagt: „Ich habe Scheiße gebaut“. Der Vater kam ins Krankenhaus und überlebte.

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Urteil wird am 18. Januar erwartet

Die Frau muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten. Sie ging der Anklage zufolge von einer tödlichen Dosis aus. Zur Tat kam es Anfang Juni 2018 in der elterlichen Wohnung in Preetz (Kreis Plön).

Nach Angaben der 32-Jährigen Förderschülerin war zuvor viel Alkohol getrunken worden. Das Schwurgericht hat drei Verhandlungstage festgesetzt. Das Urteil wird demzufolge am 18. Januar erwartet.

RND/dpa

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