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Kiel Attacke: Anklage will fünf Jahre Haft
Kiel Attacke: Anklage will fünf Jahre Haft
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16:15 19.01.2018
Oberstaatsanwalt Michael Bimler sah es im Landgericht als erwiesen an, dass der Flüchtling aus Afghanistan mehrfach mit einem Küchenmesser auf sein Opfer einstach. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Oberstaatsanwalt Michael Bimler sah es im Landgericht als erwiesen an, dass der Flüchtling aus Afghanistan mehrfach mit einem Küchenmesser auf sein Opfer einstach. Er habe sich damit der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Der ursprüngliche Anklagevorwurf des versuchten Totschlags habe nicht eindeutig nachgewiesen werden können. Der Verteidiger beantragte, den Angeklagten freizusprechen, weil er sich in einer Notwehrlage befunden habe. Das Gericht will das Urteil am 24. Januar verkünden.

Das Opfer, ein 19-jährige Albaner, war bei dem Messerangriff in der Landesunterkunft in Neumünster lebensgefährlich verletzt worden und musste notoperiert werden. Die Schilderungen von Täter und Opfer widersprachen sich. Der Angeklagte, nach eigenen Angaben strenggläubiger Muslim, erklärte über seinen Verteidiger, er habe aus Zorn zugestochen, weil sich der Albaner ihm sexuell genähert habe. Dagegen sagte das Opfer, es sei außerhalb der Unterkunft von dem Angeklagten überfallen und um 3500 Euro beraubt worden. Er habe den Mann ins Flüchtlingsheim verfolgt, dort sei es zu der Messerattacke gekommen.

Von dpa

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