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Kiel Anna spinnt weiter ihr Netz
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18:00 15.06.2019
Von Karina Dreyer
Regina Bethke (rechts) leitet die neue Anlaufstelle Nachbarschaft (Anna) in der Richthofenstraße 60 in Holtenau. Neben ihr Marion Janser, Fachbereichsleiterin Senioren- & Quartiersarbeit der Diakonie Altholstein. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Gemeinsam mit der Stadt Kiel haben die Diakonie Altholstein, das DRK und die Awo als Träger das Anna-Konzept für die offene Arbeit für und mit Senioren sowie mit der jüngeren Generation erarbeitet. Die Mitarbeiter bündeln vor Ort bereits vorhandene Angebote, sind Anlaufstelle für Nachfragen und Bedürfnisse von Senioren im Stadtteil und unterstützen, wenn es heißt, Ideen für Projekte umzusetzen.

„Wir sind keine Konkurrenz, sondern wollen Synergien schaffen. Es wird gut angenommen, aber es dauert auch manchmal, bis das Konzept verstanden wird“, erklärt Marion Janser, Fachbereichsleiterin bei der Diakonie Altholstein. „Denn es ist in den Stadtteilen ja schon eine Menge vorhanden, nur fehlt der Zugang oder die Hemmschwelle ist zu groß“, beschreibt Regina Bethke, die die Anna in Holtenau koordiniert.

Anna braucht einen festen Ort

2016 startete Anna als Pilotprojekt, in einigen Stadtteilen aber ohne feste Bleibe. So wie die Anna in Holtenau seit Herbst 2017. Anna aber braucht einen festen Ort, „denn wir haben mehr eine Komm-Struktur“, so Janser. Anna soll aufgesucht werden. In Holtenau ist das nun in der Richthofenstraße 60 möglich. Einst wurden die Räume von einem Bestattungsunternehmen und einem Versicherer genutzt, dann standen sie eine Zeitlang leer. „Wir haben gestrichen und eine Küche eingebaut“, beschreibt sie. Gut zu erreichen ist die Anlaufstelle. Einziges Manko sei die eingeschränkte Barrierefreiheit, „die Toiletten sind im Keller untergebracht.“

Zweimal die Woche hat Anna geöffnet, es gibt die Möglichkeit, Termine zu vereinbaren oder Hausbesuche zu bekommen. Denn es geht auch um Sozialberatung, Hilfe im Alltag oder im Umgang mit Behörden. Die Diakonie Altholstein hat die Trägerschaft von sechs Annas: Wik, Projensdorf, Suchsdorf, Holtenau, Ellerbek und Dietrichsdorf. Die Interessen der Bewohner reichen von Nachbarschaftshilfe, Infos über Sicherheit für Senioren, Spieleabende oder Biografie orientierten Vorträgen. „Sehr gefragt sind Kräuterwanderungen, Gartenprojekte oder Anti-Rassismus-Projekte“, zählt Janser auf.

Bürger gaben ihre Wünsche für Anlaufstelle Nachbarschaft ab

Beim Tag am Kai in Holtenau hat Regina Bethke Wünsche aufschreiben lassen. „Die waren sehr vielfältig. Eine Dame möchte gerne den Club der weisen Frauen gründen, andere Plattdeutsch lernen, Werkzeug und Arbeitskraft teilen. Den meisten geht es darum, Kontakte zu knüpfen und nicht allein zu sein“, sagt sie.

Seit einem Jahr gibt es in Holtenau auch das Anna-Netzwerk, das sich alle zwei Wochen montags von 19 bis 21 Uhr in den neuen Räumen trifft, um Ideen und Aktivitäten zu entwickeln. Das nächste Treffen ist am 24. Juni.

In der Wik wurde jüngst sehr erfolgreich zu der Filmvorführung von „Ich habe Kiel zu erzählen“ im Flandernbunker eingeladen. In Projensdorf richteten der Ortsbeirat und Anna eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Steenbek-Projensdorf ein, um Vorschläge zu erarbeiten, wie man ihn attraktiver gestalten kann.

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