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Kiel Anne Baasch wünscht sich Zufriedenheit
Kiel Anne Baasch wünscht sich Zufriedenheit
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07:00 21.01.2017
Von Isabelle Breitbach
Anna Baasch, geborene Stölting, freut sich auf die Feier mit rund 35 Gästen bei Suppe und Schnittchen. Inzwischen wohnt sie im Domicil Seniorenpflegeheim. Quelle: eis: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Auch für ihre Feier hat sie sich das schon genau überlegt, schließlich muss an einem solchen Ehrentag von Kopf bis Fuß alles sitzen.

 Als Anna Stölting wurde sie heute vor 100 Jahren, am 21. Januar 1917, in Flensburg geboren. Die Tochter eines deutschen Vaters und einer dänischen Mutter wuchs in ganz „primitiven Verhältnissen“ auf. Der Vater arbeitete als Bahnvorsteher, deshalb lebte die Familie auf Bahnhöfen, etwa in Flintbek und Neuwittenbek. Schön sei das gewesen, trotz alledem. Während des Krieges wurde Anna in Wesselburen als Kinderpflegerin ausgebildet. Acht Jahre lang arbeitete sie als „Fräulein Anni“und hütete die Kinder verschiedener Familien, am längsten in Karolinenkoog „bei Eggers, auf dem größten und schicksten Hof in der Gegend. Die hatten zwölf Jungs, da war was los. Und die Bauernjungen waren ganz scharf auf das Mädchen mit den Zöpfen aus der Stadt.“

 1938 heiratete Anna Karl-Heinz Buchhop. Das Glück der beiden währte aber nur kurz, denn der Vater ihres ersten Kindes fiel 1941 auf Sizilien. Nach dem Krieg zog die junge Witwe nach Kiel, wo „damals alles kaputt“ war. Sie jobbte anfangs in einer Textilfabrik, heiratete 1947 ihren zweiten Ehemann Werner Baasch, bekam noch zwei weitere Kinder. Ihn hat sie nun bereits ebenso lange überlebt wie die beiden verheiratet waren: 30 Jahre. Bis sie 65 wurde – und im Nachtdienst sogar noch ein wenig darüber hinaus, arbeitete Anna Baasch als Krankenschwester in der Uniklinik, erst in der Neurochirurgie und später in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, „obwohl ich nur eine einfache Hauptschülerin war.“ Fast ein wenig wehmütig denkt sie zurück an diese Zeit: „Was meinen Sie, was wir gefeiert haben damals!“

 Mittlerweile hat Anna Baasch zwei Enkelkinder und vier Urenkel. Ihrem Kiez in der Landeshauptstadt ist sie bis heute treu geblieben. Vor zwei Jahren erst zog sie ein paar Straßen weiter, von der Harriesstraße ins Domicil Seniorenpflegeheim, wo sie sich sehr wohlfühlt. Nach einem Armbruch ging es einfach nicht mehr alleine. Feiern kann sie aber nach wie vor, so viel ist sicher. Wenn es gut läuft, kommen 35 Gäste, um bei Suppe und Schnittchen mit Schinken, Lachs, Matjes und Krabben auf den Hundertsten anzustoßen. Das heiß geliebte Bier „und wenn’s Not tut, auch nen Schnaps“ muss ihr Enkel Jörn organisieren, denn im Pflegeheim gibt es nur Malzbier. Na denn Prost!

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