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Kiel "Kool Kiel kann noch verrückter werden"
Kiel "Kool Kiel kann noch verrückter werden"
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07:00 09.02.2019
Von Niklas Wieczorek
Bewunderte Präsentation: Im Bauausschuss präsentierte Architekt Jacob van Rijs das Projekt "Kool Kiel". Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Herr van Rijs, Sie haben gerade die ersten Entwürfe für den Bau vorgestellt. Was zeichnet den Standort aus?

Der Standort ist jetzt schon sehr beliebt bei den Akteuren in der W8-Halle. Aus dieser Entwicklung und der Geschichte des Standorts ist die Idee entstanden: Da ist ein Spirit. Jetzt versuchen wir den in einen größeren Maßstab umzusetzen und sichtbar zu machen.

Wie geht das, einen Spirit in einem Komplex sichtbar machen?

Es gibt verschiedene Teile: ein gemeinsames Wohnhaus, Arbeitsräume und diesen Hotelturm. Der ist natürlich sehr sichtbar und hat eine interessante Silhouette. Als weiteres Element haben wir die sogenannte Kieler Fassade, eine Idee, um Symbole in den Komplex aufzunehmen. Es kann sein, dass der Hotelturm etwas mehr dieser Symbole tragen wird, und die Wohneinheit etwas weniger. In jedem Fall wird die Kreativität, die in diesem Haus steckt, auch an der Fassade deutlich. Es kann sogar sein, dass wir auch andere dafür fragen: lokale Künstler oder Firmen. Das wird noch weiter entwickelt. Aber die Resonanz ist gut. Das ist schön zu hören.

Sie haben es so formuliert: Es kann noch verrückter werden...

Ja, ein Entwurf braucht eine Art System, um die Qualität zu halten – und ab und zu gibt man vielleicht noch etwas dazu, um mehr zu gewinnen. Aber was sehr schön ist, ist dass wir die Rückmeldung bekommen: So wie es jetzt aussieht, so muss es werden. Natürlich wird es in der Ausarbeitung nicht immer einfach die Baukosten und Co. zu organisieren. Das Projekt ist ja relativ groß. Wir schieben eben etwas von den gemeinsamen Baukosten in die Fassade – damit das ganze Projekt noch immer stimmt. Dann wird ein anderer Teil vielleicht etwas weniger kosten.

Verrücktes gefällt nicht jedem. Was entgegnen Sie jenen, die den Entwurf für zu verspielt halten?

Von der anderen Seite sieht es nicht so verrückt aus: Dann muss man einfach von da kommen. Architektur ist immer eine sichtbare Kunstform. Wenn alles unsichtbar und normal ist, ist das doch auch nicht gut. Im Bauausschuss gab es die Reaktion, dass es in der Stadt eine traditionelle und historische Kieler Atmosphäre gibt. Aber es muss auch Ausnahmen geben, die diese Regel bestätigen.

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