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Kiel Baustart für sauberes Forschungsschiff
Kiel Baustart für sauberes Forschungsschiff
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10:00 13.11.2017
Von Frank Behling
In Kiel baut die Fassmer Werft bei German Naval Yards das neue Forschungsschiff "Atair". Quelle: Fassmer Werft
Kiel

Im Dock 8 in Kiel-Gaarden wird in Kürze ein neues Kapitel der Schifffahrt aufgeschlagen. Dort soll das weltweit erste seegängige Wracksuch- und Vermessungsschiff mit LNG-Antrieb gebaut werden. Bauherr ist die Fassmer Werft aus Berne an der Unterweser, die sich als Kooperationspartner die Kieler Werft German Naval Yards ausgewählt hat. Der 113 Millionen Euro teure Neubau soll Anfang 2020 an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ausgeliefert und als „Atair“ in Dienst gestellt werden.

„Wir haben uns für die Zusammenarbeit mit German Naval Yards entschieden, weil wir dort optimale Bedingungen für den Bau der neuen ,Atair’ haben“, sagt Christian Schmidt, Projektleiter der Fassmer Werft. Bei dem 74 Meter langen und 16,8 Meter breiten Neubau kann Schmidt bereits auf das Know-how zurückgreifen, das er 2015 beim Bau des LNG-Passagierschiffes „Helgoland“ gesammelt hat. Seit dem Brennstart der „Atair“ am 20. Oktober ist Schmidt regelmäßig zu Besuch auf der Werft in Gaarden.

Werften setzten anspruchsvolle Projekte gemeinsam um

Bei der Kieler Werft ist die Freude über den Auftrag groß. „Wir freuen uns, dass wir als German Naval Yards an diesem außergewöhnlichen Projekt mitwirken können. Wir werden Fassmer beim Bau des ersten LNG-betriebenen Forschungsschiffes unterstützen“, sagt ein Sprecher der Werft. Im Dock 8 war gerade eine Megajacht ausgedockt worden. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Werften in Deutschland anspruchsvolle Projekte gemeinsam umsetzen können“, so der Sprecher weiter.

Der Neubau soll auch die Anforderungen für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erfüllen, so das BSH. „Die neue 'Atair' wird das weltweit erste seegängige Behördenschiff mit LNG-Antrieb werden“, sagt Susanne Kehrhahn-Eyrich, Sprecherin des Bundesamtes. Das Schiff verfüge über eine umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstung mit Nass- und Trockenlaboren, Arbeitsdeck, Winden und Heckgalgen. Einsatzschwerpunkt wird wie bei der alten „Atair“ die Nord- und Ostsee sowie der Nordostatlantik.

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