Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Farbbeutel gegen Bundeswehr-Werbung
Kiel Farbbeutel gegen Bundeswehr-Werbung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:23 24.01.2020
Von Frank Behling
In der Nacht zum vergangenen Sonnabend warfen Unbekannte Farbbehälter auf ein Werbeplakat der Bundeswehr. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Quelle: Frank Behling
Kiel

Getroffen wurde eine Plakatwand mit Werbung für das 3. Minensuchgeschwader. Das Plakat ist seitdem teilweise unkenntlich. 

Täter konnten unerkannt entkommen

Da sich in unmittelbarer Nähe ein Wachcontainer mit Sensormast befindet, waren die Wachen der Kaserne laut Marine sofort alarmiert. Sie blieben aber auf dem Gelände des Stützpunktes. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Die Bundeswehr stellte Anzeige gegen Unbekannt und informierte neben Polizei auch den Staatsschutz und den militärischen Nachrichtendienst MAD. Der Angriff auf das Plakat war der einzige derartige Vorfall. Weitere Beschädigungen gab es nicht. 

Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen“, so Polizeisprecher Matthias Arends. Da kein Bekennerschreiben vor Ort gefunden wurde und auch auf den bekannten Plattformen der Militär-Gegner im Netz keine Hinweise aufgetaucht sind, ist die Zuordnung nicht gerade einfach. 

Bundeswehreinrichtungen sind immer wieder Ziel

Bundeswehreinrichtungen wurden im vergangenen Jahr meist vor und während des Tages der Bundeswehr im Juni Ziel von Farbbeutel-Attacken. Außerhalb dieser Tage waren es besonders Werbetafeln zur Nachwuchswerbung, die in großen Städten von Aktivisten mit Farbe attackiert wurden. Zuletzt gab es in Kiel während der Kieler Woche eine Aktion vor der Hauptzufahrt des Marinestützpunktes. 

Ob es Zusammenhänge mit dem Angriff in Kiel gibt, steht nicht fest. Die sichergestellten Reste der Behälter werden noch untersucht. Bei der Marine ist der Zwischenfall noch kein Grund für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Das verschmierte Plakat soll in Kürze durch ein neues Bild ersetzt werden. Es gehört zur laufenden Imagekampagne der Bundeswehr

Bundeswehr investiert in Schutz des Marinestützpunktes

Bei der Truppe selbst nimmt man den Vorfall gelassen. „Wir dienen unserem Land und kämpfen auch dafür, dass man gegen uns sein kann“, sagt Fregattenkapitän Bastian Fischborn, Sprecher der Marine in Kiel. Man stelle sich gern jeder Diskussion über den Sinn von Streitkräften. „Wer Farbbeutel wirft, lässt keine andere Meinung zu und gefährdet Vielfalt und Miteinander. Er oder sie repräsentiert nichts außer seiner eigenen Intoleranz“, so Fischborn

Zum Schutz des Marinestützpunktes in Kiel hat die Bundeswehr in den vergangenen Jahren kräftig aufgerüstet. Inzwischen sind zusätzlich zu den Zufahrten auch alle Pieranlagen mit Wachen und modernen Sensormasten versehen. Hochleistungskameras mit Nachtsichttechnik gehören auch zur Ausrüstung. 

Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier.

Eine steigende Zahl von Autos und wegfallende Parkplätze in Wohngebieten: Dass bei solch einer Entwicklung der Parkdruck in Kiel wächst, verwundert nicht. Ein Blick auf die Zahlen offenbart das Dilemma. Die Anzahl der Pkw stieg in den letzten zehn Jahren schneller als die Bevölkerung.

Steffen Müller 24.01.2020

"Finden Sie mit Ihrem Auto in Kiel leicht einen Parkplatz", "Wo ist die Parkplatznot am größten", "Wünschen Sie sich eine autofreie Innenstadt"? Über 3000 Leserinnen und Leser haben an unserer Online-Umfrage rund um die Parksituation in der Landeshauptstadt teilgenommen. Das sind die Ergebnisse.

Steffen Müller 24.01.2020
Kiel Fast 1,6 Millionen Euro Lob und Geld für Kieler Kreative

Die einen sind schon etabliert und wollen sich auf neuem Terrain ausbreiten. Die anderen stehen noch eher am Anfang oder irgendwo mittendrin. Städtische Unterstützung haben sie aber aus Sicht einer breit besetzen Jury allesamt verdient. Und so fließen jetzt fast 1,6 Millionen Euro.

Martin Geist 23.01.2020