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Kiel Frische Brise auf der MS "Schilksee"
Kiel Frische Brise auf der MS "Schilksee"
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09:00 17.07.2018
Von Kristiane Backheuer
Mit der SFK-Fähre "Schilksee" auf Hafenrundfahrt: Kapitän Johannes Löffelmann zeigt den Touristen und Einheimischen die Highlights von der Seeseite und ist immer für einen lockeren Spruch zu haben. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Na, Sie haben ja wohl den schönsten Job von ganz Kiel.

Johannes Löffelmann: Kannst „Du“ zu mir sagen. Ich bin Hannes. Klar, ich hab’ gerade den tollsten Job.

Vor uns glitzert die Ostsee, die beiden offenen Türen auf der Brücke sorgen für eine angenehme Durchzugs-Brise, Seemannslieder der Gruppe Santiano ertönen aus den Lautsprechern.

Hast Du die Musik ausgesucht?

Meine Lieblingsgruppe. Mit Freddy-Titeln lockt man keinen mehr. Meine Gäste sollen es hier nett haben.

Ist es bei Dir im Sommer immer so herrlich frisch?

Nee. Wenn wir achterlichen Wind haben, dann steht die Luft. Da haben wir hier drin durchaus 60 Grad. Da hilft dann nur ein Ventilator. An Deck ist es da weitaus schöner.

Und was sagt das Schiff zu den Temperaturen?

Meist kein Problem. Aber wenn die Außenluft schon mit 30 Grad in den Maschinenraum ’reingeblasen wird, spielt die Technik schon mal verrückt. Aber ich hab’ nicht nur das Nautische Patent, sondern auch das Maschinen-Patent. Da finde ich immer eine Lösung.

Auf der Brücke nimmt er nun das Mikro in die Hand und erklärt nach und nach die Höhepunkte der Stadt. Dazu gibt es Anekdoten, Infos zu den kreuzenden Schiffen, ein paar Döntjes.

Hat ein Kapitän tatsächlich in jedem Hafen eine Braut?

Nee (lacht). Nur meine erste Ehe scheiterte, weil ich zu lange weg war. Inzwischen bin ich das dritte Mal verheiratet und meine Frau fährt selbst zur See.

Nerven Urlauber manchmal?

Nee, gar nicht. Oft kommen zwar welche mit so’nem Gesicht (zieht das Kinn nach unten). Die standen dann auf der Autobahn oder sonst wo im Stau und sind genervt. Aber sobald sie an Bord sind, wird alles besser. Wir zeigen, dass man die Leute humorvoll auflockern kann. Um Sprüche bin ich nie verlegen. Außerdem stand schon in Goethe, Teil 3: Wir sind für die Fahrgäste da. Nicht die Fahrgäste für uns (zwinkert verschmitzt).

In Laboe steigen ein paar Gäste aus, andere zu. Der zweite Teil der großen Förderundfahrt beginnt.

Worauf bist Du stolz?

Wir haben in den letzten 13 Jahren die Fahrgastzahlen kontinuierlich gesteigert. Wir sind jetzt jährlich bei fast 30000. Das ist schon klasse. Ich freu’ mich, wenn die Menschen die Ostsee so lieben wie ich. Hier kriegen die Leute aber auch alles: tolle Landschaft, viele Schiffe, hübsche Frauen. Und die Brise macht die Sommerhitze erträglich.

Ein Hauch britischer Seefahrtstradition ist am Dienstag im Kieler Hafen zu Besuch. Die „Queen Victoria“ der Reederei Cunard hat um 9 Uhr am Ostseekai festgemacht. Die 294 Meter lange „Königin“ traf pünktlich um 7 Uhr am Leuchtturm ein und übernahm dort den Lotsen.

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