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Kiel Fünfgiebelhaus: Grundstein ist gelegt
Kiel Fünfgiebelhaus: Grundstein ist gelegt
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17:12 31.10.2019
Von Oliver Stenzel
Nach altem Brauch versenkten Niels Bunzen (NGEG), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Ortsbeiratsvorsitzender Benjamin Walczak, Arne Biederbeck (NGEG), Polier Tobias Jürgensen und Architekt Stefan Rimpf (von links) eine Zeitkapsel im Grundstein des Fünfgiebelhauses, in der sich auch ein Exemplar der Kieler Nachrichten vom 30. Oktober befindet. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Wer hier mit dem Auto unterkommen will, hat es nun noch etwas schwerer. Dafür entsteht in der beliebten Lage nahe der Holtenauer Straße ein großes Wohnhaus, dessen Grundstein am Mittwoch gelegt wurde. Mit dem Verkauf des Grundstücks unter der Zielsetzung, Platz für neue Wohnungen und Gewerbe zu schaffen, sei die Stadt Kiel dem Kopenhagener Vorbild gefolgt, unterstrich Niels Bunzen bei seiner Ansprache vor großer Gästeschar. Der geschäftsführende Gesellschafter der Norddeutschen Grundstücksentwicklungsgesellschaft (NGEG), die das von der Stadt Kiel 2016 ausgeschriebene Grundstück 2018 erworben hatte, ergänzte, sein Unternehmen werde mit dem Bau der ihrer äußeren Erscheinung nach Fünfgiebelhaus genannten Immobilie eine „innenstädtische Lücke“ und „Wunde aus dem Zweiten Weltkrieg“ schließen.

Modernes Mobilitätskonzept geplant

Wie vor dem Krieg solle hier in Zukunft der Wohn- vor dem Parkraum den Ton angeben. Zugleich werde das Fünfgiebelhaus mit einer Tiefgarage und sechs oberirdischen Parkplätzen weiterhin Raum für Autos bieten, der jedoch in ein modernes Mobilitätskonzept integriert sei. Für die Pkw-Stellplätze sei eine hohe Wechselrate geplant, zugleich entstehe reichlich Platz für Fahrräder, ein Car-Sharing-Angebot sowie eine umfangreiche Tankstelle für E-Mobilität. Die NGEG verstehe sich bei alledem als „Kieler Familienunternehmen“, das Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung und viele Generationen schaffen wolle.

Steilvorlage für Ulf Kämpfer

Für Ulf Kämpfer boten diese Worte eine ideale Vorlage, da sie zentrale Schwerpunkte seines vergangenen Wahlkampfes berührten. Er habe sich für seine zweite Amtszeit zwar vorgenommen, weniger repräsentative Termine wahrzunehmen, bekannte Kiels frisch gewählter Oberbürgermeister: „Aber Grundsteinlegungen sind davon ausgenommen. Denn bezahlbarer Wohnraum ist das Thema unserer Zeit.“ Das Fünfgiebelhaus sei eines der ersten Projekte, bei dem die von der Stadt angestrebte Quote von 30 Prozent gefördertem Wohnraum umgesetzt werde. Für die Anwohner sei der Wegfall des Parkplatzes zwar sicher nicht leicht zu verschmerzen. Jedoch würden das innovative Mobilitätskonzept und der dahinterstehende Klimaschutz wie auch die durch das Wohnhaus steigende Lebensqualität einen lohnenden Ausgleich schaffen. Lediglich bei der langen Anbahnungsphase entdeckte der Oberbürgermeister das „Wasser im Wein“ und hoffte vernehmlich, das sich das nächste vergleichbare Projekt in „zwei statt in fünf Jahren“ realisieren lasse.

Allgemeine Freude übers Bauprojekt

Auch der Vorsitzende des Ortsbeirats Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook, Benjamin Walczak, stimmte in die allgemeine Freude über das Fünfgiebelhaus ein: „Der Ortsbeirat hat das Projekt von Anfang an begrüßt und begleitet“, betonte er und hob hervor, dass Niels Bunzen das Stadtteil-Verwaltungsorgan stets über alle neuen Schritte auf dem Laufenden gehalten habe. In Zeiten, in denen die Mietpreise anziehen, müsse bezahlbarem Wohnraum oberste Priorität eingeräumt werden. Dass der damit verbundene Lebensraum auch lebenswert sein werde, betonte der Eckernförder Architekt Stefan Rimpf, der den von dem Berliner Büro Kaden und Lager entwickelten Wettbewerbsentwurf für die NGEG umsetzt. Die Lebendigkeit der mit Vollziegelmauerwerk verblendeten Fassade werde auch im Inneren des Fünfgiebelhauses ihre Entsprechung finden, in dessen Eingangs- und Außenbereich große Kommunikationsräume entstehen. In Augenschein nehmen wird man all dies zum Jahreswechsel 2020/2021, für den die Fertigstellung des Projekts geplant ist. Obwohl die NGEG bislang noch keinerlei Werbung gemacht habe, so Niels Bunzen, sei die Nachfrage nach den insgesamt 125 Wohneinheiten bereits jetzt groß.

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