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Kiel Brunnenfest: Wohnen, Verkehr und Teddys
Kiel Brunnenfest: Wohnen, Verkehr und Teddys
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22:30 08.09.2019
Von Martin Geist
Große Aufregung im Teddybär-Krankenhaus. Der Riesenteddy beim Brunnenfest in Gaarden musste tatsächlich auf den "OP-Tisch". Quelle: Martin Geist
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Kiel

Mit Flugblättern, Transparenten und persönlichen Gesprächen machten in der Elisabethstraße Aktive des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum auf ihr Anliegen aufmerksam. Ihr Postulat: Auch Arme sollen sich Mieten in ordentlichen Häusern leisten können, Konzerne wie die Vonovia sollten gestoppt oder am besten gleich enteignet werden, hieß es.

Egal wie man zu solchen Forderungen steht, das Problem steigender Mieten ist nicht zu leugnen. Bestätigte auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), der kurz beim Wohnungsbündnis vorbeischaute und bereits vorab eine Einladung zu einer Diskussion über dieses Thema am 28. September angenommen hatte.

Mehrere Initiativen nahmen sich der Verkehrswende an

Als „tolle Sache“ bezeichnete Kämpfer, dass sich beim Brunnenfest gleich mehrere Initiativen der Mobilität angenommen hatten. Vorneweg war das der Verein „Tram für Kiel“, der ziemlich professionell die Werbetrommel in Sachen Stadtbahn rührte. „Sehr optimistisch“ in dieser Sache äußerte sich Frederik Meißner vom Verkehrsclub Deutschland. So dicht dran an der Bahn war Kiel nach seiner Wahrnehmung noch nie, das große Manko sieht er aber darin, dass es selbst im besten Fall noch Jahre dauern dürfte, bis die ersten Schienen verlegt werden.

In Sachen Verkehrswende untätig bleiben und auf die irgendwann kommende Bahn verweisen, das wollen die Aktiven der Verwaltung und der Politik aber nicht durchgehen lassen. Sofort etwas passieren muss nach Meinung von Thilo Pfennig am immer noch zu schmutzigen Theodor-Heuss-Ring, aber auch in Gaarden selbst. In seinem Projekt „Gaarden Autofrei“ setzt er sich unter anderem für eine Verringerung der Zahl der Parkplätze ein und für mehr Straßen ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger.

Kinder halfen im Teddybär-Krankenhaus

Ortsbeiratsvorsitzender Bruno Levtzow (SPD) forderte bei der Eröffnung am Vormittag die Gaardener auf, sich selbst für ihren Stadtteil einzusetzen. „Wenn jeder vor seinem Haus etwas tut, ist es schon wesentlich sauberer“, plädierte er für Engagement gegen Müll auf den Bürgersteigen und Grünflächen.

Auch die Initiative „Smart Gaarden“ zeigte Präsenz und demonstrierte schon mal, wie das fürs Stadtteilzentrum vorgesehene kostenlose WLAN funktioniert. Ebenfalls dabei war der neue Computerclub Gaarden, der einen 3-D-Drucker vorführte und außerdem einige von Grundschulkindern gebaute Roboter dabei hatte. Die wohl charmanteste Neuerung steuerte diesmal aber der Verein Teddybär-Krankenhaus bei. Blickfang war ein Riesenteddy, dessen Leiden nur mit einer Operation, an der sich die Kinder mit großem Engagement beteiligten, kuriert werden konnte. Am Ende hieß es natürlich: Operation gelungen, Patient lebt.

Auf gelingende Operationen hoffen genauso die Verantwortlichen der Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS), die früher mal HDW hieß. Das Unternehmen stellte seine zahlreiche Umbau- und Erweiterungspläne vor, warb aber auch um Auszubildende und begeisterte besonders die kleinen Jungs mit seinem Mini-Aquarium, in dem fernsteuerbare kleine U-Boote abtauchten.

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