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Kiel Rolltreppen bleiben außer Betrieb
Kiel Rolltreppen bleiben außer Betrieb
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10:30 12.03.2019
Ein städtisches Ärgernis: Seit der vergangenen Woche sind alle Rolltreppen in Richtung Holstenplatz defekt. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Opposition fordert eine schnelle Entscheidung zur Sanierung, die Verwaltung kündigt diese für den Bauausschuss an.

Rolltreppen sind seit Donnerstag abgesperrt

Die Rolltreppen sind seit Donnerstag beidseitig abgesperrt – ein Zustand, der in der Kieler Bevölkerung für extremen Unmut sorgt. Der Aufstieg zum Holstentörn ist nur noch über Treppe und Aufzug vom Holstenplatz sowie die weitere Rolltreppe gegenüber am Ziegelteich möglich. Dabei ist die Sanierung des gesamten Bauwerks seit längerer Zeit in der Diskussion.

Neues Gutachten: Ergebnis schon im April

Der Sanierungsbedarf an dem Bauwerk ist bekannt und wird auch bereits intensiv zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung diskutiert“, sagt Baudezernentin Doris Grondke (parteilos). „Diese Sperrung kommt für uns dennoch unerwartet, da wir alle Mängel, die bei der turnusmäßigen Prüfung im Jahr 2018 aufgeführt wurden, im vorgesehenen Zeitraum beseitigt haben.“ Als Konsequenz werde man nun ein vertiefendes Gutachten einholen, ob kurzfristige Reparaturen die Rolltreppen wieder sicher ins Laufen bringen könnten. Das Ergebnis wird bereits für April erwartet.

Bauausschuss berät das Thema erneut

Zuvor, im Bauausschuss am 28. März, soll das Thema erneut auf die Tagesordnung, kündigt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) an. „Wir werden außerdem die Gespräche mit dem Betreiberkonsortium (Karstadt und Sophienhof, d.Red.) intensivieren, mit dem wir seit Langem zu dem Thema im Austausch sind“, so der Verwaltungschef. „Durch den Ausfall der Rolltreppen ist der Handlungsdruck gestiegen. Wir brauchen dringend eine Weichenstellung und bringen daher wie angekündigt in den kommenden Bauausschuss eine Entscheidungsvorlage zum weiteren Vorgehen ein.“

CDU: Kooperation soll endlich Farbe bekennen

Damit reagiert Kämpfer auch auf die Kritik der Opposition an der schwierigen Entscheidungsfindung nach einer im September präsentierten Machbarkeitsstudie. „Die Kooperation muss ihren Streit über das Aufstiegsbauwerk endlich beenden und Farbe bekennen, ob sie einen Neubau oder einen Abriss will“, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und baupolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Florian Weigel. In der Innenstadt werfe das unattraktive Gebäude besonders dunkle Schatten, so Weigel. Insbesondere der gut funktionierende Sophienhof laufe Gefahr, von der Holstenstraße abgeschnitten zu werden. Außerdem sei zu befürchten, dass die Innenstadt weiter an Attraktivität verliere, wenn die wichtige Wegverbindung zur Engstelle werde.

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Von Niklas Wieczorek und Steffen Müller

Von KN-online

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