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Kiel Kaufleute wettern gegen strenge Auflagen
Kiel Kaufleute wettern gegen strenge Auflagen
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08:08 06.03.2019
Von Jürgen Küppers
Für Kaufleute wie die Kaffeerösterei „Impuls“ sind Werbe-Aufsteller wichtig. Quelle: Frank Peter
Kiel

Doch für die Notwendigkeit solcher Werbung aufgrund von Baustellen und Straßensperrungen im Quartier zeigt die Stadt offenbar nur wenig Verständnis. Geschäftsleute sollen entweder für die Aufsteller eine Gebühr an die Stadt zahlen. Oder sie sogar ganz entfernen.

Was das alles soll, kann Norbert Maschmann nicht begreifen. Seit mehr als 40 Jahren betreibt er nun schon sein Friseurgeschäft in der Küterstraße – stets mit einem Aufsteller davor. „All die Jahre hat das niemand interessiert. Aber ausgerechnet jetzt, wo sich ohnehin kaum noch Laufkundschaft in die Küterstraße verirrt, soll ich für das Schild zahlen. Das kann doch wohl nicht wahr sein.“

Der Zorn der Kaufleute ist groß

Wie viel er zahlen soll, weiß Maschmann noch nicht. Doch der städtische Mitarbeiter, der Ende vergangener Woche seinen Laden begutachtete, ließ ihm zumindest ein entsprechendes Formular des Tiefbauamtes mit sperriger Bezeichnung zukommen: „Antrag auf Sondernutzung an öffentlichen Straßen gemäß Paragraph 21 Straßen- und Wegegesetz des Landes Schleswig-Holstein“. Norbert Maschmann kann seinen Zorn über das Vorgehen nur mühsam zügeln, schimpft über „Behördenwillkür“ und „Wegelagerei“.

Nicht minder wütend ist Rainer Burkhardt, der in der Küterstraße seit vier Jahren die Kaffeerösterei „Impuls“ mit einem dort integrierten Café betreibt. Er will einen Aufsteller vor seiner Rösterei mit einem „Tagesangebot“ seines Cafés postieren.

"Stadt soll beim Überleben helfen."

Gastronomen dürften das, sogar kostenfrei. Ob seine Café-/Rösterei-Kombination aber als Gastro-Betrieb zähle oder nicht, prüfe die Stadt derzeit. Rainer Burkhardt schüttelt darüber den Kopf: „Anstatt dass sich die Stadt darüber freut, dass es überhaupt noch ein paar individuelle Geschäfte in der City gibt, werfen sie uns Knüppel zwischen die Beine. Sie sollte uns beim Überleben helfen.“

Stadt und Kaufleuten wollen City gemeinsam attraktiver machen

Pressereferatsleiterin Kerstin Graupner verweist auf bereits 2015 gemeinsam mit den Kaufleuten entwickelte einheitliche Gestaltungsprinzipien, die die Innenstadt attraktiver gestalten sollen. Dazu sei die Stadt im engen Austausch mit den Kaufleuten. „Auch mit der ,Impuls’-Kaffeerösterei sind wir im Gespräch wegen des Schildes, und wir sind sicher, dass wir gemeinsam eine gute Lösung finden werden.“

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