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Kiel Ortsbeirat verabschiedet Resolution
Kiel Ortsbeirat verabschiedet Resolution
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11:00 08.07.2018
Von Petra Krause
Das Schwimmdock 2 von Lindenau ist das letzte Reparaturdock an der deutschen Ostseeküste. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die Werftengruppe German Naval Yards hatte die Schließung der Lindenau Werft mit der Begründung bekanntgegeben, dass das normale Geschäft der Schiffsreparatur nicht tragfähig sei. Für Redlin gehört „die Lindenau Werft nicht nur zum Ortsbild, sondern zum Ortswesen“. Bei ausländischen Investoren wie der German Naval Yards gebe es keine Verbindung zum Ort, sondern nur ein Verwertungsinteresse, bedauerte er. Sein Stellvertreter Gerhard Schorner (CDU) sagte, man habe die Werft kaputt gespart. „Warum lässt man die Lindenau Werft verkommen, während die Friedrich- und die Rathje-Werft wachsen?“, kommentierte er. „Wir bluten als Ortsteil aus“, so Schorner. Es sei unverschämt, dass sich ein Unternehmen um öffentliche Aufträge in Milliardenhöhe bewerbe und an anderer Stelle Standorte schließe, sagte er weiter. Anwesende Einwohner machten auf die Konsequenzen aufmerksam, die eine Schließung des einzigen Reparatur-Schwimmdocks in Schleswig-Holstein mit sich trage: Zwischen Flensburg und Wolgast gebe es dann kein Schwimmdock für kurzfristige Schiffsreparaturen mehr. Davon betroffen wäre auch die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK).

Alle hoffen auf eine politische Lösung

Nun hoffen alle, dass auf politischer Ebene eine Lösung gefunden wird. Zur Unterstützung verabschiedete das Stadtteilgremium am Ende der Diskussion eine Resolution, die an alle Fraktionen sowie den Oberbürgermeister Ulf Kämpfer geht. „Der Ortsbeirat zeigt sich außerordentlich besorgt über die Ankündigung, die Lindenau Werft zu schließen und den Werftbetrieb auf dem Firmengelände aufzugeben. Er fordert den Eigentümer, die Werftengruppe German Naval Yards, auf, stattdessen alle Vorteile der Lagegunst, der Ausstattung mit dem letzten Schwimmdock für Reparaturen in Schleswig-Holstein und mit der hohen Qualifikation der Mitarbeiter dafür zu nutzen, den Standort zukunftsfähig zu entwickeln und nicht kurzfristigen Verwertungsinteressen zu opfern." Der Antrag wurde am Donnerstag von der Ratsversammlung einstimmig beschlossen.

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