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Kiel Wie fahrradfreundlich ist Kiel?
Kiel Wie fahrradfreundlich ist Kiel?
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07:22 29.08.2019
Von Steffen Müller
Wie ist die Situation für Radfahrer in Kiel? Wir haben Experten um ihre Einschätzung gebeten.  Quelle: Frank Peter (Archiv)
Kiel

Es gebe zwar noch Luft nach oben, aber: "Wir sollten den Blick auf die positiven Sachen richten." Damit meinte Dregelies nicht nur die großen Vorzeigeprojekte wie die Veloroute 10, deren letztes Teilstück am 27. September eingeweiht wird.

Interaktive Karte: Das ist die Veloroute 10

Es sind die vielen kleinen Fortschritte und Maßnahmen, die laut Dregelies mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Darunter falle unter anderem die Verbreiterung des Radwegs an der Hamburger Chaussee oder die neue Spur am Kronshagener Weg, auch wenn die Umsetzung länger gedauert hat. Doch nicht nur die baulichen Fortschritte seien laut Dregelies eine Erwähnung wert.

Radverkehr: In Kiel herrscht Einigkeit bei den Parteien

Generell sei die Stadt sehr bemüht, Verbesserungen für Radfahrer zu erzielen. "Hier ist Musik in der Sache, und zwar über die Parteien hinweg", sagt Dregelies, der auch umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion in Kiel ist. "In Kiel wird nicht darüber geredet, ob der Radverkehr gefördert wird, sondern wie." Deutlich werde das an den vielen Vorkehrungen, die in der Vorlage zum Klimanotstand aufgelistet seien – so ist vorgesehen, dass die jährlichen Investitionen in Radwege von bislang 17 auf 30 Euro pro Bürger steigen.

Interaktive Karte: Diese Radwege sollen saniert werden

Lob gibt es außerdem für die vielen Fahrrad-Leih-Systeme – zuletzt ging die Sprottenflotte an den Start – und dass Kiel mit Uwe Redecker einen städtischen Fahrradbeauftragten hat, was nicht selbstverständlich sei.

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60 neue Fahrradbügel am Exerzierplatz Kiel

Redecker selbst ist zufrieden, dass die Stadt erkannt habe, wie dringend die Ausbesserung der bestehenden Radwege ist. "Sobald eine Fahrbahn für Autos saniert wird, soll der Radweg gleich mitgemacht werden." Der Fahrradbeauftragte hebt ebenfalls die vielen kleinen geplanten Neuerungen vor, etwa, dass am Exerzierplatz Richtung Sparkassenarena 60 Abstellbügel aufgestellt werden sollen. Gleichzeitig ist er froh darüber, dass die Stadt offen für Verkehrsänderungen ist.

So schnitt Kiel beim Fahrradklimatest ab

Mit der Schulnote 4,0 schnitt Kiel beim letzten Fahrradklimatest des ADFC schlechter ab als vor zwei Jahren – und das obwohl die Stadt bemüht ist, die Situation für Radfahrer in Kiel zu verbessern und mit der Veloroute 10 ein Vorzeigeprojekt aufweisen kann. Für den Kieler Fahrradbeauftragten Uwe Redecker ist der Test jedoch kein Rückschlag in den Bemühungen, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten, zumal die Ergebnisse zeigen, dass ein triftiger Grund für die schlechte Bewertung von den Planern nur bedingt geändert werden kann: Das Zuparken von Radwegen durch Autofahrer. Damit die Radwege von abgestellten Autos in Zukunft frei bleiben, ist die Stadt am Prüfen, für welche Wege sich sogenannte Protected Bike Lanes lohnen, also Strecken für Radler, die durch Barrieren vom Autoverkehr getrennt werden. Diese Prüfung steckt allerdings noch ganz am Anfang.

Eckernförder Straße wird testweise einspurig

So wird probeweise während der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September auf der Eckernförder Straße zwischen Klausbrooker Weg und Steenbeker Weg eine Spur für Autofahrer gesperrt und in eine sogenannte Protected Bike Lane umgewandelt. Auf dem rund 400 Meter langen Abschnitt trennen Barrieren den temporären Radweg von der Fahrbahn.

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