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Kiel Anschluss für Gewerbegebiet gefordert
Kiel Anschluss für Gewerbegebiet gefordert
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18:00 15.05.2019
Von Karin Jordt
Die Ampelkreuzung Edisonstraße wird es bei einer ausgebauten A 21 nicht mehr geben. An dieser Stelle könnte jedoch eine Ausfahrt von Süden her ins Gewerbegebiet Wellsee führen. Die zuständigen Ortsbeiräte fordern zusätzlich eine Auffahrt in Richtung Süden, damit der Schwerlastverkehr aus dem Gewerbegebiet gut abfließen kann. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Zuvor hatte Peter Bender, Leiter des Tiefbauamtes, in der Sitzung die Positionen der Stadt vor etwa 80 Interessierten in der Johanna-Mestorf-Schule erläutert.

Seit rund 20 Jahren wird im Kieler Süden über den Ausbau der Bundesstraße 404 zur Autobahn 21 zwischen Klein-Barkau und Wellseedamm diskutiert. Nun werden die Planungen konkret, wobei die Stadt für Bund und Land nur „Planungsinput“ gibt, wie Bender betonte. Die Ortsbeiräte „befürworten vom Grunde her“ die Impulse der Stadt, fordern aber auf Höhe Edisonstraße zusätzlich eine Autobahnauffahrt auf der Westseite in Richtung Süden, damit der Verkehr aus dem Gewerbegebiet gut abfließen kann. Die Querung der A21 auf Höhe Edisonstraße müsse auch für den Schwerlastverkehr geeignet sein, betonten die Stadtteilvertreter und verabschiedeten dazu einstimmig einen umfangreichen Antrag. „Die Gewerbetreibenden benötigen eine schnelle und zukunftssichere Anbindung an die A21 in und von Richtung Süden über die Edisonstraße“, hieß es zur Begründung. „Wir haben in Wellsee das größte Gewerbegebiet Schleswig-Holsteins mit 300 Betrieben“, sagte Marco Outzen, Vorsitzender des Ortsbeirats Wellsee/Kronsburg/Rönne.

Gewerbeverein fordert Aus- und Auffahrt von und nach Süden

Mitglieder des Gewerbevereins HIP (Handels- und Industriepark Kiel-Wellsee) und Vorsitzender Thorsten Schlüter forderten erneut, dass die Edisonstraße eine Aus- und eine Auffahrt von und nach Süden bekommt. Immerhin seien die HIP-Unternehmen sehr wichtige Gewerbesteuerzahler. Der Bund lehne die Finanzierung dafür jedoch ab, weil der Abstand zur nächsten Anschlussstelle beim Wellseedamm zu gering sei, erklärte Bender. Die Stadt Kiel könne zwar die Kosten für eine Ausfahrt aus Richtung Süden in die Edisonstraße übernehmen, eine weitere Auffahrt in Fahrtrichtung Süden und eine Unterführung mit einer Durchfahrtshöhe von 4,70 Metern seien an der Stelle wegen der schwierigen Entwässerung aber nicht zu finanzieren.

Auf Höhe Edisonstraße solle es aber für Fußgänger und Radfahrer eine Möglichkeit geben, auf die andere Seite der Autobahn zu wechseln. Die schmalere Unterführung müsste dann nur 2,50 Meter hoch sein. Für den Fall, dass Bauausschuss und Ratsversammlung einem Südanschluss für die Edisonstraße nicht zustimmen, forderten die Ortsbeiräte, die entsprechende Fläche freizuhalten für den Anschluss des neuen Gewerbegebietes auf der Westseite der Autobahn. „Die zusätzlichen Neubaugebiete und das neue Gewerbegebiet müssen bei der Planung berücksichtigt werden“, meinte Carsten Rockstein, Vorsitzender des Ortsbeirats Meimersdorf/Moorsee.

Verwaltung: Nebenstraßen sollen westlich der A21 verlaufen

Ein weiterer Punkt, den Bender erläuterte, betrifft die Nebenfahrbahn zur Anbindung von Moorsee und Schlüsbek und für Fahrzeuge, die nicht die Autobahn benutzen dürfen. Diese Nebenstraße sollte nach Auffassung der Verwaltung auf der Westseite der A21 bis Neumeimersdorf und in Richtung Innenstadt führen. Ebenfalls auf der Westseite der Autobahn wird ein vier Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg angelegt. Die Mehrkosten für die besonders breite Gestaltung nach „Kieler Standard“ trägt die Stadt.

Die heutige Kreuzung der B404 zwischen Steindamm und der Straße Zum Schlüsbeker Moor könnte durch eine Brücke ersetzt werden, so der Amtsleiter. Dazu forderten die Ortsbeiräte, die Nebenstraße möglichst nah an die A21 zu legen, den Denkmalschutz für den Steindamm zu berücksichtigen und den öffentlichen Nahverkehr für Moorsee und Schlüsbek sicherzustellen. Für den Bereich Wellseedamm und Solldiekswall wird ein „zukunftsweisendes Verkehrsleitkonzept“ erwartet. Die nächsten Schritte sind die Beratungen im Bauausschuss und in der Ratsversammlung. Auf einen Zeitplan wollte sich Bender nicht festlegen, „denn wir planen ja nicht, sondern bringen nur als Träger öffentlicher Belange unsere Positionen ein.“

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