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Kiel Mieter planen ihr neues Zuhause mit
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11:20 06.02.2020
Von Petra Krause
Jessica Köster (links) und Nicole Katrynski vor der Baugrube, wo einst ihre Häuser standen. Die alte Hausnummer hat sich Nicole Katrynski als Erinnerung gesichert. Dennoch freuen sich beide auf den Neubau, der im Frühjahr 2021 fertig werden soll. Quelle: Petra Krause
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Kiel

„Wohnen mit parkähnlichem Charakter“ lautet der Wunsch der künftigen Bewohner der in den 1950er-Jahren entstandenen Wohnsiedlung in der Fontanestraße. Ende des vergangenen Jahres begann hier der Aushub der Baugrube für das erste Haus mit 15 Wohnungen. Zum Frühjahr 2021 soll das Haus stehen und die ersten Mieter aus den alten Häusern umziehen können. Insgesamt wird in drei Etappen gebaut – mit einem Investitionsvolumen von fast 13 Millionen Euro. Für BGM-Vorstandsmitglied Stefan Binder ein herausragendes Bauprojekt in Kiel: „Ich kenne kein neues Wohnquartier mit so großzügigen, parkähnlichen Außenanlagen.“ Man könne kaum noch unter 3000 Euro pro Quadratmeter bauen. „Wir können das noch“, sagt Binder – und das, obwohl die tatsächlichen Baukosten in den letzten Jahren um fünf Prozent gestiegen seien. 

Sukzessiver Umzug in die neuen Wohnungen

Allen dort wohnenden Mitgliedern wurden Wohnungsangebote unterbreitet. Einige zogen in BGM-Bestandswohnungen, die meisten blieben im Quartier und ziehen sukzessive in die neuen Wohnungen mit Fußbodenheizung, Einbauküchen, Kellerräumen, Terrassen oder Balkonen. Die fünf um einen autofreien Innenhof angelegten dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser vor einer 10.000 Quadratmeter großen Parkanlage mit Obstwiese, Spielmöglichkeiten und Ruhezonen sollen bis Ende 2025 komplett fertiggestellt sein. „Wir bauen hier für die Menschen – auf die heute meist übliche hohe Verdichtung des Grundstücks verzichten wir ganz bewusst“, so Binder.

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Mietfrei bis zur Fertigstellung

Parallel baut die BGM nur ein paar hundert Meter weiter in der Stromeyerallee bis 2024 vier Gebäude mit weiteren 52 barrierefreien Wohnungen mit Balkonen oder Terrassen. Die Investition beträgt hier 12,5 Millionen Euro. In der sogenannten Fischersiedlung mit Reihenhäusern ebenfalls aus den 1950er-Jahren sehen die Umzugsmodalitäten etwas anders aus. Bevor gebaut werden konnte, musste erst einmal ein altes Gebäude mit zwölf Wohnungen abgerissen werden. Wer dort wohnte, konnte in eines der restlichen bereits leerstehenden Reihenhäuser ziehen – sogar mietfrei bis zur Fertigstellung der Neubauten. 

Freude auf die neue Wohnung

Dazu gehören auch Jessica Köster und Nicole Katrynski. Beide sind hier aufgewachsen und freuen sich schon auf die neuen Wohnungen. Zwar seien die Kaltmieten um die 350 Euro für die etwas über 50 Quadratmeter großen Häuschen extrem günstig, aber die Aufteilung auch unbequem gewesen. So liegen die Bäder zum Beispiel im Souterrain und die Treppen sind sehr steil. „Wenn man krank ist, muss man über zwei Etagen von oben nach unten humpeln. Ich frage mich, wie die älteren Leute das machen“, sagt Katrynski. Dennoch hätte es einige Bewohner gegeben, die gar nicht begeistert gewesen seien. Dabei habe die BGM sogar das Umzugsunternehmen bezahlt. Zudem verspricht Binder: „Wir bauen so viele geförderte Wohnungen, wie wir brauchen.“

Bis Frühjahr 2021 müssen Jessica Köster und Nicole Katrynski noch in der provisorischen Übergangswohnung bleiben. Dann soll der erste Bau mit den ersten 16 Wohnungen bezugsfertig sein. „Uns hat das gut gepasst, wir hätten uns sonst eine größere Wohnung gesucht“, sagt Köster, die künftig vier Zimmer auf 85 Quadratmetern zur Verfügung hat. Auch Nicole Katrynski ist zufrieden: „Wir wollten nach 37 Jahren in der Siedlung eh gerne mal etwas Neues. Ich freue mich schon auf die Fußbodenheizung und die Wohnküche.“

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