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Kiel Deutschlands größtes Kampfschiff liegt in Kiel
Kiel Deutschlands größtes Kampfschiff liegt in Kiel
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10:19 09.09.2016
Von Frank Behling
Die "Baden-Württemberg" liegt bis Nachmittag in Kiel. Quelle: Frank Behling
Kiel

Die "Baden-Württemberg" ist die erste von vier Fregatten der Klasse 125 für die Deutsche Marine. Auf der Ostsee hat das Schiff in der vergangenen Woche vor Surendorf seine Radaranlagen erprobt und Tests mit der Wehrtechnischen Dienststelle 71 der Bundeswehr in Eckernförde durchlaufen. Diese Tests sind Voraussetzung für die Indienststellung. Zum Ablauf der Erprobung macht die Marine jedoch keine Angaben. Der Bau der "Baden-Württemberg" ist in den vergangenen neun Jahren durch erhebliche Probleme begleitet worden.

Der Auftrag war bereits 2007 an ein Werftkonsortium aus ThyssenKrupp Marine Systems und Lürssen vergeben worden. Das Auftragsvolumen belief sich damals ursprünglich auf über 2,6 Milliarden Euro. Aktuell liegt das erste Schiff zwei Jahre hinter dem eigentlichen Zeitplan. Probleme mit der Beschichtung der Tanks, der Anstriche und auch von Systemen an Bord haben den Bau immer wieder verzögert.

Wann die Indienststellung der "Baden-Württemberg" sein wird, steht noch immer nicht fest, wie aus Bundeswehrkreisen zu erfahren war. Der Termin wird erst nach der Übergabe an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Beschaffung der Bundeswehr bekannt gegeben. Voraussetzung für die Übergabe sind die erfolgreichen Funktionsnachweise für alle Systeme an Bord. Diese Nachweise wird die "Baden-Württemberg" von Kiel aus absolvieren, weil die meisten Test- und Messanlagen für die Waffensysteme der Marine in der Ostsee an der Kieler- und Eckernförder Bucht liegen.

Die "Baden-Württemberg" ist 149 Meter lang und verdrängt bei voller Ausrüstung 7200 Tonnen. Damit hat das Schiff die Größe eines Kreuzers, wird aber in Deutschland aus politischen Gründen Fregatte genannt. Die Bewaffnung der "Baden-Württemberg ist inzwischen auch komplettiert worden. So waren bei der Erprobung in der Eckerförder Bucht auch erstmals die US-Seezielflugkörper Harpoon an Bord.

Damit hat am Donnerstagabend kaum jemand gerechnet: Jos van der Meer, Geschäftsführer der Firma Mibau, hat den Kieler Hafenpreis bei der Traditionsveranstaltung Sprottenback erhalten.

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