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Kiel Flugzeugträger kommt nach Kiel
Kiel Flugzeugträger kommt nach Kiel
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17:49 02.06.2019
Von Frank Behling
Der amphibische Flugzeugträger „Juan Carlos“ aus Spanien ist mit Jets, Hubschraubern und Landungsbooten auf dem Weg nach Kiel. Quelle: Frank Behling
Kiel

55 Schiffe aus 16 Nationen nehmen am Nato-Manöver in der Ostsee teil – Abschreckung von Russland ist ein Teil der Strategie. Der spanische Landungsträger „Juan Carlos I.“ ist das größte Schiff der Armada. Das 2010 in Dienst gestellte Koloss ist mit einer Länge von 236 Metern und einer Verdrängung von rund 28000 Tonnen das größte Kriegsschiff in Kiel seit dem Besuch des US-Schlachtschiffes „Iowa“ 1989.

Die „Juan Carlos I.“ ist offiziell als amphibisches Angriffsschiff klassifiziert. Das Design entspricht aber mit dem Startdeck, den Aufzügen und dem Hangardeck dem eines modernen Flugzeugträgers. An Bord ist Platz für bis zu zwölf Kampfjets, 20 Hubschrauber, vier Landungsboote, Kampfpanzer und bis zu 1200 Infanteriesoldaten. Bislang war dieser graue Koloss noch nie in Nordeuropa.

Hier sehen Sie Bilder vom Flugzeugträger „Juan Carlos“.

Am Sonntag passierte die „Juan Carlos I.“ den Ärmelkanal und nahm Kurs auf Skagen. Durch den Nord-Ostsee-Kanal passt das Schiff nicht. Die Ankunft in Kiel ist für Mittwoch oder Donnerstag geplant. Die eingeschifften Kampfjets des Typs „Harrier“ sind zum Schutz von Landungsabschnitten und zur Luftverteidigung des Schiffsverbandes ausgestattet.

"Mount Whitney" ist bereits in Kiel

In Kiel eingetroffen ist bereits die „Mount Whitney“ der US Navy. Das 189 Meter lange und rund 20000 Tonnen verdrängende Schiff ist eine von zwei schwimmenden Kommandozentralen der US Marine. Das Schwesternschiff „Blue Ridge“ ist derzeit in Japan stationiert.

Die US Navy bereitet das Manöver Baltops in Kiel vor. Die ersten Einheiten sind eingetroffen.

Von dem grauen Koloss aus wird Vizeadmiral Andrew „Woddy“ Lewis das Kommando über das Manöver Baltops haben. Für den Kommandeur der neu aktivierten 2. US Flotte aus Norfolk wird die Übung die erste Herausforderung sein. Bei einem Pressetermin am Mittwoch in Borfolk/Virginia stellte Lewis klar, was der Schwerpunkt seiner Flotte sein wird: Die neuen Aktivitäten Russlands, besonders im U-Bootbereich, seien der Grund für den Aufbau seiner Flotte, sagte er.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete 2. US Flotte war 2011 als Zeichen der Abrüstung eingemottet worden. Die auch als Atlantikflotte bekannte Einheit soll jetzt wieder verstärkt im Nordatlantik sowie in der Nordsee und der Ostsee aktiv werden.

Baltops-Manöver vom 7. bis 21. Juni 2019

Der Start des aktuellen Baltops-Manövers erfolgt mit einer Konferenz am 7. Juni 2019 im Kieler Marinestützpunkt. Dort endet die Übung auch am 21. Juni mit dem Einlaufen der Einheiten zur Kieler Woche. Für dieses Manöver hat die US Marine Ende Mai das Landungsschiff „Fort McHenry“ aus dem Persischen Golf abgezogen und auf den Weg in die Ostsee geschickt. Am morgigen Montag wird aus Rota in Spanien kommend das Katamaran-Transportschiff „Carson City“ in Eckernförde erwartet.

Die Baltops-Übungen werden seit 1971 einmal jährlich abgehalten. Neu ist in diesem Jahr aber der Umfang. Erstmals wird eine große amphibische Kampfgruppe in der Ostsee operieren. Die Royal Navy startet mit Baltops zeitgleich das Manöver „Baltic Protector“, bei dem 17 Einheiten mit rund 3000 Soldaten in die Ostsee kommen.

Bei Baltops sind insgesamt 55 Schiffe und über 30 Luftfahrzeuge im Einsatz. Die deutsche Marine beteiligt sich ebenfalls mit einem Großaufgebot und stellt den Kieler Marinestützpunkt als Basis zur Verfügung. Fregattenkapitän Frank Martin: „Mit Kiel verfügt die deutsche Marine über eine Plattform, die sich für solche Manöver eignet. Der Tirpitzhafen ist außerdem Nato-Stützpunkt.“

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