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Kiel Rollstuhltest auf den Weihnachtsmärkten
Kiel Rollstuhltest auf den Weihnachtsmärkten
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09:12 27.11.2017
Von Karen Schwenke
Alles barrierefrei? Marktmeisterin Simone Sievers, Brigitte Hinrichs, stellvertretende Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung und Ordnungsamtsleiter Frank Festersen nehmen den städtischen Weihnachtsmarkt unter die Lupe. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Und in dieser Hinsicht gibt es durch die Neugestaltung des städtischen Traditionsmarktes einige Änderungen. Die stellvertretende Vorsitzende des Kieler Beirats für Menschen mit Behinderung hat daher mit den Verantwortlichen vor Eröffnung den städtischen und den privaten Markt abgefahren, um sie auf Barrierefreiheit zu testen. Das Ergebnis: Auf dem Holstenplatz, dem Asmus-Bremer-Platz und dem Rathausmarkt gibt es noch Ecken, die nicht behindertengerecht sind. An einigen Stellen versprachen die Betreiber, bis heute Abend nachzurüsten.

Sie ist zwar klein und zierlich, aber nicht zimperlich und setzt alle Kraft ein, doch auf dem Holzschnitzelboden beispielsweise auf dem Holstenplatz fährt Brigitte Hinrichs sich fest. „Blöd, wenn der Untergrund nachgibt“, sagt sie. „Die kleinen Vorderräder der Rollstühle sind das Problem, sie blockieren auf dem weichen Boden, sodass man nach vorne kippt.“ Einzige Lösung: abwarten! „Mit der Zeit verdichten sich die Schnitzel, der Boden wird fester“, ist die Kielerin sicher. „Das dauert eine Woche, dafür müssen aber viele Besucher kommen, um den Boden festzutreten, und das Holz muss feucht gehalten werden.“ Positiv fällt ihr hingegen die neue 13 Meter lange Rampe auf, die zum großen Stand der Schlachterfamilie Schütt führt: „Mit Geländer und Radabweiser – perfekt.“

Doch sie erblickt weitere Ärgernisse, etwa die vielen Kabel- und Schlauchbrücken. Auf dem 45. Kieler Weihnachtsmarkt liegen diese Barrieren erstmals an zwölf Stellen, denn durch die Neuanordnung der Buden können die Versorgungsleitungen nicht mehr hinter den Gängen versteckt werden. An fünf Hauptzugängen sollen die Kabelbrücken aber spezielle Rollstuhlrampen bekommen. Gleiches gilt für den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz, wo die Rollstuhlfahrer ebenfalls Umwege in Kauf nehmen müssen.

Die Leidenschaft fürs Schreiben, für Krimis und für den Norden verbindet sie: Fünf Autoren kamen bei der Krimi-Gala der Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf am Sonnabend zu Wort. Während der Lesung war es zeitweise so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.

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