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Kiel Sollen noch Autos auf den Wilhelmplatz?
Kiel Sollen noch Autos auf den Wilhelmplatz?
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07:07 09.11.2019
Von Niklas Wieczorek
Mehr Grün statt Autos? Ein SSW-Antrag im Bauausschuss wurde diskutiert, wonach große Flächen in Kiel wie der Wilhelmplatz zur Nutzung der Bürger freigegeben werden sollen. Quelle: Frank Peter
Kiel

"Der Antrag hat den Zweck, dass wir die Autos aus dem öffentlichen Raum herausbekommen – zumindest den ruhenden Verkehr", erläuterte Schmidt, dessen Prüfauftrag für die Verwaltung aus der Ratsversammlung im September in den Bauausschuss verwiesen worden war.

Schmidt versuchte sich an einer Gratwanderung: Er schlug Tiefgaragen als einen Lösungsansatz vor, um große Parkplätze an der Oberfläche zu vermindern. Es gehe ihm aber ausdrücklich nicht darum, zusätzliche Parkplätze zu schaffen – gleichzeitig könne die Verkehrswende damit schrittweise gelingen, wenn zum Beispiel in Tiefgaragen auch Ladesäulen installiert werden. Der gewonnene Platz komme den Menschen in der Stadt zugute.

Vorschlag: In Kiel den Wilhelmplatz prüfen

"Einen schönen Platz als Parkplatz zu nutzen, ist von allen Varianten die schlechteste", sagte Schmidt zusammenfassend, der wohl gelungene Vorbilder aus Wiesbaden und Aarhus kannte. Er schlug als Kieler Prüfobjekt den Wilhelmplatz vor. Warum diesen nicht begrünen? Die Linke griff das in einem Alternativantrag auf, forderte darin aber gar nicht erst, Parkplätze unter dem Platz oder anderswo zu schaffen.

Zustimmung in der Sache erntete der Antrag von den Grünen: Ratsherr Arne Langniß wünschte sich aber zunächst eine Geschäftliche Mitteilung der Verwaltung, welche Folgen eine solche Umwidmung des Wilhelmplatzes haben könne.

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Rainer Kreutz (CDU) begrüßte die Idee, eine Tiefgarage zu schaffen – signalisierte aber, dass der Wilhelmplatz aus seiner Sicht als Veranstaltungsfläche gebraucht werde – sei es für einen Jahrmarkt oder einen "wildtierfreien" Zirkus. Außerdem sei der Schrevenpark direkt um die Ecke: "Da brauchen wir nicht noch eine Grünanlage in Sichtweite."

Letztlich entschied sich das Gremium in der Abstimmung mit den Stimmen der Ampel-Kooperation, auf die Auskunft der Verwaltung zu warten – die CDU stimmte dagegen, Linke und AfD enthielten sich.

Bereits Diskussion um Parken auf dem Wilhelmplatz

Die Debatte und die Anträge griffen dabei auch die öffentliche Diskussion auf, die um die Nutzung des Wilhelmplatzes im August entbrannt war, nachdem die Verwaltung ihre Maßnahmen bekannt gegeben hatte – als Reaktion auf den ausgerufenen Klimanotstand. Darunter fiel auch eine Überprüfung der städtischen Parkräume.

Tiefbauamtsleiter Peter Bender hatte dabei angedeutet, dass auch der Wilhelmplatz als zeitlich unbegrenzter Gratis-Parkplatz betrachtet werden könne. Laut Verwaltung gibt es in der Innenstadt insgesamt etwa 9500, im Kernbereich rund 6000 Pkw-Parkplätze – im Vergleich zu anderen Städten sei das ein sehr gutes Angebot.

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