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Kiel Vom Fleischertresen in die Showtechnik
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14:18 12.02.2020
Von Jennifer Ruske
Vom Fleischertresen in die Showtechnik: Carsten Büsch, Agentur für Arbeit, hat Björn Bumann beim Berufswechsel unterstützt. Bumann macht bei Andreas Waschkowski, Geschäftsführer Opus Showtechnik GmbH, eine Umschulung (von links).Jennifer Ruske Quelle: Jennifer Ruske
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Diese unterstützt die Umschulung des 29-Jährigen bei der Opus Showtechnik GmbH. Im großen Technik-Lager im Speckenbeker Weg kennt sich Björn Bumann inzwischen aus. Er weiß, wo die Kabel liegen, die Lautsprecher stehen und all die anderen Sachen, die bei einer der Veranstaltung, die Opus bundesweit sowie im angrenzenden Ausland durchführt, für den guten Ton, Licht oder Video sorgen. Seit rund einem halben Jahr gehört der Kieler zum Team von Opus-Geschäftsführer Andreas Waschkowski.

Seit 1981 gibt es das Unternehmen, das inzwischen 28 Mitarbeiter beschäftigt. Sieben davon sind Auszubildende. Björn Bumann ist als Umschüler im zweiten Lehrjahr eingestiegen – voll motiviert, sich das praktische und theoretische Fachwissen anzueignen. „Es ist nicht so einfach, ein komplettes Berufsschuljahr aufzuholen“, sagt der Opus-Chef. Doch Waschkowski ist zuversichtlich, was seinen neuen Azubi angeht. „Er brennt für den Job.“ Das war für ihn auch der Grund, dem Umschüler nach einem kurzen Praktikum eine Chance in der Firma zu geben.

Eine echte Umstellung

Für Björn Bumann ist der neue Job beruflich eine echte Umstellung. Der gebürtige Hamburger hatte nach seinem Realschulabschluss mit 16 Jahren eine Lehre als Fleischer gemacht und bekam eine Anstellung bei einer norddeutschen Supermarktkette. Doch dann wurde er zum Wehrdienst eingezogen. „Danach hätte ich in Hamburg zwar wieder in den Job einsteigen können, habe aber in der Stadt keine bezahlbare Wohnung gefunden“, erzählt er. Ein knappes Jahr war er arbeitslos, bis er in Kiel eine Stelle und eine Unterkunft gefunden hatte. Doch 2014 lief sein Vertrag aus.

„Damals kam ich zum ersten Mal mit der Opus Showtechnik und dem Team in Kontakt“, sagt Bumann. Als Minijobber und später neben seinem Job in der Wach- und Sicherheitsbranche half er bei Veranstaltungen in der Sparkassen-Arena beim Bühnenaufbau. Allerdings reichte es dem jungen Mann nicht, nur Hilfstätigkeiten zu erledigen. „Ich bin neugierig, wollte wissen, warum welche Geräte wie verkabelt werden und warum.“ Zum technischen Interesse kam ein Schlüsselerlebnis, das seinen Werdegang beeinflusste. „Ich musste die Bestuhlung für ein André-Rieu-Konzert aufbauen. Das war sehr aufwändig.“ Die Anstrengung war jedoch vergessen, als er miterlebte, wie sehr die meist älteren Zuhörer das Konzert auf seinen Stühlen genossen. „Ich mag es, etwas Sinnhaftes zu tun, etwas, das den Menschen hilft oder ihnen Freude bereitet.“ Bald stellte er fest: Er hatte seinen Traumjob gefunden.

Umschulung mit Perspektive

„Zur Agentur für Arbeit kam Björn Bumann, weil er eigentlich einen Gabelstapler-Führerschein für die Helfertätigkeit machen wollte und nach Unterstützung fragte“, erinnert sich Arbeitsvermittler Carsten Büsch. Der Fachmann konnte dem jungen Mann jedoch aufzeigen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, die ihm eine langfristige und gute Perspektive ermöglichen – wie die Umschulung. Mit der Opus Showtechnik, zu der Bumann schon gute Kontakte hatte, war schnell ein Arbeitgeber gefunden, der eine verkürzte Ausbildung ermöglichte. Das hat Vorteil für beide: Das Arbeitslosengeld wird Bumann weitergezahlt, der Arbeitergeber bekommt einen lebenserfahrenen Mitarbeiter. Solche Menschen sind gesucht, sagt Waschkowski und erklärt: „Björn Bumann bringt ganz viel mit: Seine Neugier, sein Ehrgeiz, die Teamfähigkeit und sein ausgeprägter Wunsch, das Thema Veranstaltungstechnik zu seinem Beruf zu machen, haben uns ermutigt, ihm diese Möglichkeit zu geben.“ Und die will der 29-Jährige mit aller Energie nutzen.

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