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Kiel Städtische Kitas schneiden gut ab
Kiel Städtische Kitas schneiden gut ab
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14:30 03.10.2019
Von Steffen Müller
In der städtischen Kindertageseinrichtung Langenfelde 19 in Schilksee fühlen sich die Kinder wohl. Besonders das Raumkonzept wurde von den Eltern gelobt. In einem hellen Spielzimmer bauen Emilie (links) und Siddiqa (rechts) aus Bauklötzen ein Haus, während Celina und Mats (hinten) mit Kindheitspädagogin Sara Gyamfi Türme stapeln. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Alle drei Jahre werden die Eltern der städtischen Kitas befragt, ob sich ihr Kind in der Einrichtung wohlfühlt, wie der Informationsaustausch mit den Erziehern läuft, ob die räumliche Ausstattung ansprechend ist oder ob die Betreuungszeiten den Bedarf decken. Insgesamt 19 Felder, 17 zum Ankreuzen, zwei freie Textantworten, sollten die Eltern ausfüllen, die den Fragebogen anonym beantworten konnten.

Befragung in Kiel: Immer mehr Rückmeldungen

Nicht nur die Resonanz mit 64 Prozent Rückmeldungen, bei der letzten Erhebung 2016 waren es 61 Prozent, ist gestiegen, auch die Zufriedenheit der Eltern hat zugenommen. Insgesamt wurden 3448 Bögen ausgeteilt – so viele Kinder besuchen die 37 städtischen Einrichtungen, 2214 Fragezettel kamen zurück.

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Eltern zufrieden mit Betreuungszeiten in Kiel

Der Tenor: 91 Prozent der Erziehungsberechtigten sind mit den angebotenen Betreuungszeiten zufrieden, 88 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Kind in der Kita wohlfühlt (bei Krippen-Kinder sind es sogar 95 Prozent) und 88 Prozent bestätigen, dass die Räume die Kinder zum Spielen einladen. Besonders die gute Rückmeldung bei den Betreuungszeiten freut Kathrin Seifert, die seit dem 1. Juli das städtische Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen leitet. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns wichtig."

Krippen in Kiel besser ausgestattet

Dass die Rückmeldungen von Eltern mit Krippenkindern zufriedener ausfallen als von Eltern, deren Nachwuchs in einer Elementargruppe betreut wird (drei bis sechs Jahre), führt Seifert darauf zurück, dass Krippen bessere räumliche und personelle Rahmenbedingen hätten.

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Befragungsbögen in fünf Sprachen

Damit alle Eltern an der Befragung teilnehmen konnten, wurden die Bögen in fünf Sprachen ausgeteilt - Deutsch, Türkisch, Arabisch, Russisch und Englisch. Geklärt werden sollte auch, ob in den Kitas Rücksicht darauf genommen wird, dass die Familiensprache der Kinder nicht Deutsch ist. 92 Prozent der Eltern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, stimmten dieser Aussage zu. Auffälligkeiten nach Stadtteilen gibt es bei der Umfrage nicht. Durch ganz Kiel verteilt gibt es Ausreißer nach oben und nach unten – sowohl bei der Zahl der Rückmeldungen als auch bei der Bewertung der Kitas.

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Auswertung der Befragung in Kiel: "Besser geht es immer"

Die Auswertung, die die Kitas in Zusammenarbeit mit den Elternvertretungen selbst vorgenommen haben, zeigt aber auch, wo es noch hakt. "Besser geht immer", sagt daher Bildungsdezernentin Renate Treutel und verspricht. "Wir nehmen die Verbesserungsvorschläge ernst." Das gelte auch für die Erzieher und Einrichtungsleiter, ergänzt Sandra Dalisda, die die Kita Langenfelde 19 in Schilksee führt, in der die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt wurden.

Enge Personalsituation ein Thema in Kieler Kitas

"Die Eltern wünschen sich mehr Ausflüge", sagt Dalisda, berichtet aber auch, dass das aufgrund der Personalsituation gerade bei Krankheitsfällen nicht immer einfach sei. 54 Kinder werden in Schilksee betreut, elf Fachkräfte arbeiten in der Kita, wobei einige nur halbtags angestellt sind oder als Springer eingesetzt werden und bei Personalknappheit in anderen Einrichtungen aushelfen müssen. Als Elternvertreter in Schilksee hat Oliver Jäger die Fragebögen gemeinsam mit Sandra Dalisda ausgewertet. "Es gab keine Überraschungen", erzählt der Vater. "Was wir vorher aus der Elternschaft mitbekommen haben, spiegelt sich in der Umfrage wider."

In der vergleichsweise kleinen Einrichtung in Schilksee herrscht stets ein enger Austausch zwischen den Eltern und den Erziehern, und auch die Kinder sollen so gut es geht einbezogen werden. So gibt es in der Kita Langenfelde 19 ein Bewertungssystem mit kleinen Steinchen, mit denen die Kinder mitteilen können, ob ihnen das Essen geschmeckt hat oder nicht.

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