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Kiel 440 Artisten zu Gast im Sportforum
Kiel 440 Artisten zu Gast im Sportforum
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18:11 24.02.2019
Von Oliver Stenzel
Die Rhönradgruppe des Kieler Hochschulsports war auch beim Akrobatikfestival an der Uni Kiel dabei. Quelle: Frank Peter
Kiel

Die Vielfalt der Akrobatiken, die man bei den Workshops in der großen Sporthalle wie auch beim parallel ablaufenden freien Training beobachten kann, ist faszinierend und offenbart auch dem Neuling unmittelbar den Reiz der Disziplin. Ob nun am Boden kunstfertig ausbalancierte Menschenpyramiden entstehen oder man in der Luft wortwörtlich zusammen abhängt: Stets zeigt sich neben der sportlichen Höchstleistung auch ein Schuss Poesie – und die zeitlose Weisheit, dass in der Menschheit bestenfalls alles aufeinander aufbaut.

Die Akrobatik-Künstler lernen von einer Koryphäe

Von der Aussicht, ein langes Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen, haben sich zur 21. Ausgabe des von der Akrobatikgruppe des Hochschulsports Akro-Kiel veranstalteten Festivals Freizeitsportler nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Skandinavien und der Schweiz anziehen lassen. Ihnen bietet sich hier überdies die Chance, von echten Koryphäen zu lernen. Eine von ihnen ist der Niederländer Alfons Bennink, in Akrobatenkreisen nur unter seinem Spitznamen Fons bekannt.

Mit seinen 71 Jahren zählt der Stammgast zu den erfahrensten und beliebtesten Pädagogen. „Ich bin das Jahr über auf Akrobatikfestivals in ganz Europa zu Gast“, berichtet Bennink. „Das Kieler Treffen zeichnet sich nicht nur durch sein Niveau, sondern auch durch seine tolle Atmosphäre aus.“ Eine Wiederholerquote von 80 Prozent bestätigen diese Einschätzung ebenso wie die 120 Sportler auf der Warteliste – und die Tatsache, dass die Hälfte der Teilnehmer sogar in den Sporthallen des Forums übernachtet. „Heute wird hier bis 2 Uhr nachts trainiert“, sagt Thomas Beckmann. „Das ist es natürlich ganz praktisch, wenn der Weg zum Schlafsack nicht mehr weit ist.“

Höhepunkt des Festivals ist die Varieté-Show im Audimax

Seinen Höhepunkt erlebt das Akrobatikfestival auch in diesem Jahr am Tag darauf. Bei der großen Varieté-Show präsentieren am Sonnabend im dicht besetzten großen Hörsaal des Audimax verschiedene Teilnehmer ihr Können im großen Rahmen. Als Zuschauer staunt man sich dabei so durch: Trinken die Mitglieder der Sportakrobaten vom Kieler Turnverein womöglich vor dem Auftritt ein Elixier, das ihre Knochen zu Gummi macht? Werden Anni Lalus virtuos kreisende Hula-Hoop-Reifen womöglich von einem Satelliten ferngesteuert? Und gibt es da oben auf dem Trapez vielleicht doch einen verborgenen Elektromagneten, der dafür sorgt, dass Lena Kruit mit ihrem Regenschirm die kunstfertigsten Verrenkungen machen kann, ohne dabei aus dem Gleichgewicht zu kommen? Die Antwort lautet immer wieder: nein. Dass der Mensch solche Kunststücke ganz ohne Magie entwickeln kann, ist einmal mehr das Fazit des Akrobatikfestivals, von dem gerade deshalb ein ganz eigener Zauber ausgeht.

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