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Kiel CDU debattiert ihre Ziele
Kiel CDU debattiert ihre Ziele
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12:15 17.03.2018
Die CDU beschloss am Freitag ihr Programm für die Kommunalwahl am 6. Mai. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

"Wir wollen nicht schnacken, sondern anpacken", rief Stefan Kruber, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Kieler Ratsversammlung zu Beginn des Programmparteitages des anwesenden Parteimitgliedern zu. Deshalb trage das Programm auch den Titel #anpackenfürKiel.

Bildung, Wohnen, Stadtentwicklung, Verkehr sind die großen Themen, die die CDU in den kommenden Jahren in Angriff nehmen möchte. Darin waren sich die Parteimitglieder einig. Dennoch wurde über einige Punkte lebhaft diskutiert.

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Mehr Schulen bauen, die Kinderbetreuung verbessern und mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen waren einige Punkte, die die CDU im Parteiprogramm festgehalten hat. Auch eine neue Mobilität und eine Verbesserung des ÖPNV sei gerade angesichts der Diesel-Debatte in Kiel wichtig, entschieden die Parteimitglieder.

In diesem Zusammenhang schlug die Junge Union in einem Änderungsantrag vor, sich für autonomes Fahren im ÖPNV einzusetzen. Nach einigen Erläuterungen, was das genau bedeute, stieß der Vorschlag schließlich auf große Zustimmung und wurde in das Programm aufgenommen.

Auch bei dem Vorschlag, das Möbelkraft-Gelände zurückkaufen zu wollen, wenn das Unternehmen nicht bald anfange zu bauen, war sich die Partei einig. Hier könne viel dann besser Wohnbebauung verwirklicht werden.

Diskussion gab es aber beim Umgang mit den Pavillons am Alten Markt. Nicht alle Mitglieder waren der Meinung, dass es falsch sei, dass die Gebäude unter Denkmalschutz stehen. "Wir laufen mit dieser Formulierung Gefahr, keine Alternativen aufzeigen zu können", sagte Arno Witt. Die Pavillons stehen einer Weiterentwicklung des Alten Marktes nicht im Wege.

"Es geht darum, dass wir eine klare politische Botschaft aussenden", hielt Fraktionschef Kruber dagegen. Die Menschen in der Stadt wollten die Pavillons nicht. Deshalb müsste die CDU sich dafür einsetzen, dass sie gehört werden.

Die Mehrheit des Parteitags unterstütze Krubers Sicht. Die Ablehnung des Denkmalschutzes für die Pavillons bleibt im Parteiprogramm.

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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