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Kiel Die Messe bietet Schülern Perspektiven
Kiel Die Messe bietet Schülern Perspektiven
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11:34 30.09.2019
Schüler und Schülerinnen konnten Berufe hautnah erleben. Hier erklärt Installateur- und Heizungsbaumeister Sebastian Pönisch der Schülerin Hanna Bünning, wie verschiedene Rohrarten miteinander verbunden werden. Quelle: Maxine Holstein
Kiel

„Augen auf bei der Berufswahl“: Diese Phrase ärgert mit ihrem abstrakten Appell schon lange junge Leute und lässt sie fragend zurück: Was gibt es denn zu sehen? Was sind meine Möglichkeiten? Margrit Gebel, Messe-Koordinatorin und Lehrerin der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, will Antworten mit einer schuleigenen Berufsorientierungsmesse präsentieren. Hier können Arbeitgeber mit Schülern und Eltern in Kontakt treten, konkret werden. Am Sonnabend fand die „Bom“ nun zum 13. Mal statt und war erfolgreicher denn je.

Angefangen hatte es mit 28 Ausstellern

Angefangen hat es mit 28 Ausstellern aus der Elternschaft. „Klein und gemütlich“ war es, erzählt Margrit Gebel, und mit der Messe, wie sie dieses Jahr zustande gekommen ist, nicht mehr zu vergleichen. Zwischen spannenden Ständen und eindrucksvollen Gesprächen servierten Schüler Getränke, Eltern boten selbstgebackenen Kuchen an. Über 80 Aussteller konnte die Schulleiterin 2019 mit ins Boot holen, darunter Weltmarktführer wie Kohrt Kristalle oder Designa, die Berufsmöglichkeiten in den Räumlichkeiten der Friedrich-Junge-Schule vorstellten. „Auch die Eltern von den ersten Messen waren als Aussteller wieder dabei, obwohl deren Kinder längst ihren Schulabschluss haben“, berichtet Margrit Gebel begeistert. Deswegen bringe ihr das Ganze auch so viel Spaß: „Ich sehe eine große Resonanz besonders bei den Eltern, aber auch insgesamt in der Außenwirkung“, freut sich die Organisatorin. „Wenn die Aussteller es schaffen, die Kinder zu beeindrucken, dann erinnern sie sich in fünf Jahren noch daran. Dieser Erinnerung folgt dann vielleicht ein Bewerbungsschreiben.“

Messe wird auch für Eltern organisiert

Für Schülerinnen und Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse ist der Besuch der Berufsorientierungsmesse verpflichtend. Doch diese wird nicht nur für Schüler organisiert. Auch für Eltern sei die Veranstaltung eine Möglichkeit, sich aktiv in den Berufsfindungsprozess ihrer Kinder einzubringen, sagt Margrit Gebel. Sogar ehemalige Schüler der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule kamen vorbei. „Wir haben der Schule viel zu verdanken. Die Lehrkräfte engagieren sich auf überdurchschnittliche Weise dafür, dass ihre Schüler am Ende der Schulzeit auch wirklich mit einer Perspektive dastehen“, erinnert sich der 25-jährige Tobias Lazinka. „Die Schule ist dahingehend wirklich einzigartig“, fügt Lena Lazinka-Tschiche hinzu, die dank der Messe eine Ausbildung zur Krankenschwester am UKSH gefunden hat.

Gemeinschaftsschule ist zertifiziert

Die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule ist zertifiziert mit dem Berufswahl-Siegel Schleswig-Holstein und gehört damit zu den Schulen, die laut Ministerium für Bildung ihre berufliche Orientierung in vorbildlicher Weise konzipieren und ihre Schüler individuell und praxisnah auf das Berufsleben oder das Studium vorbereiten. Das Schulleiterteam der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule möchte den Messe-Erfolg nutzen. „Die Fülle der Informationen kann auf die Schüler auch überfordernd wirken“, erklärt Schulleiter Thomas Willers. Daher schloss die Schule am Sonnabend einen Kooperationsvertrag mit dem Verlag „Me2Be“. Das Ziel dieser Kooperation ist es, die Berufsinformationen der Messe in einem Magazin und digital zu bündeln . „Das Thema Berufsfindung wird auch nachhaltig in den Unterricht integriert“, sagt Margrit Gebel. Denn für sie steht bereits fest: „Nach der Bom ist vor der Bom.“

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Von Maxine Holsten

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