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Kiel Es rollt: Mit dem Rad zur Kieler Woche
Kiel Es rollt: Mit dem Rad zur Kieler Woche
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10:20 25.06.2018
Von Niklas Wieczorek
Viele nutzten das Angebot, ihr Rad kostenlos abzugeben. Quelle: Cornelia D. Mueller (Symbolbild)
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Kiel

 Sie hat auch schon Schichten an der Reventlouwiese und im Hiroshimapark erlebt und sagt: „An der Kiellinie kommen viele Menschen mit E-Bikes, die sonst vielleicht nicht kommen würden“, hat sie beobachtet. Ähnlich der Effekt für Familien mit Radanhängern, die das Programm im Hiroshimapark besuchen wollen, ergänzt die 20-jährige Christine Juhlke.

200 bewachte Plätze hält die Stadt vor

Bis nachts sind die Stationen mit etwa 200 Plätzen geöffnet. Sie kosten lediglich einen Euro Pfand, für den der Besitzer ein Armband der „Gut für Kids“-Aktion erhält. „Die meisten spenden das Geld im Nachhinein dafür“, sagt Krikau. Mehr Nutzen geht kaum: Entspannte Anreise für den Fahrer, Innenstadtverkehr entschlackt, sicheres Abstellen – und dazu eine Spende. Nur das Kieler-Woche-Wetter kriegt jeder Radfahrer voll mit. Aber das gehört ja ebenso dazu.

Auch der Rikscha-Fahrer ist zufrieden

Dass Fahrradverkehr funktioniert, bestätigt auch Chris. Lässig lehnt er sich auf seiner Zweirad-Rikscha zurück: „Das Rad ist einfach am besten für die Kieler Woche. Es ist ökologisch und sehr entspannt.“ Chris hat Berliner Schnauze, trägt aber St.-Pauli-Regencape. Er lauert mit dem Fahrradtaxi an der Kaistraße. Der 49-Jährige ist zur Kieler Woche immer mit der Rikscha unterwegs: „Wir haben schon viele Stammkunden“, erzählt er, dass viele das Flair gerne im Sitzen genießen, ohne zu strampeln oder im Stau zu stehen.

Manchmal gibt es Zusammenstöße

„Wenn man davon ausgeht, dass man die Kieler Woche nicht abschaffen kann...“, sagt sogar ein bekennender Kritiker augenzwinkernd, „kann man eigentlich kaum besser als mit dem Fahrrad vorankommen“: Jens Winckler ist Bootsbauer am Seefischmarkt und radelt jeden Tag durch die Innenstadt. Speziell die Kaistraße sei derzeit eine Herausforderung. Besonders an der Bushaltestelle Schwedenkai treffen sich auslaufende Radwege und herumlaufende Fahrgäste – manchmal schmerzhaft.

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