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Kiel Mit diesen Ideen blüht Kiel weiter auf
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16:09 13.02.2020
 Eine Hummel fliegt zu einer Mohnblume, die in der Sonne am Wegesrand steht. Quelle: Federico Gambarini
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Kiel

„Es wurden in allen Ortsbeiräten weniger Projekte als im letzten Jahr vorgestellt“, sagte Vorsitzender Benjamin Walczak (SPD). Das erhöhe jedoch wiederum die Chancen auf das begehrte Fördergeld. Nach den vier zeitlich streng getakteten Präsentationen gab es eindeutige Favoriten.

Bereits zum fünften Mal können Kieler dieses Jahr ihre stadtteilspezifischen Projekte von der Landeshauptstadt Kiel fördern lassen. Nach einer Vorauswahl in den zuständigen Ortsbeiräten werden die Projekte geschlossen einer neunköpfigen Jury aus der Ratsversammlung vorlegt. Diese entscheidet schließlich über die Aufteilung der Fördersumme des Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“ von insgesamt 300.000 Euro.

Ein bleibender Eindruck

Das Projekt „Bienenbüfett“ hinterließ im Ortsbeirat Ravensberg einen bleibenden Eindruck. Der Start mit einem Gedankenexperiment, der durch die Straßen Kiels führte, sollte Mitgliedern und Gästen die Problematik des Insektensterbens vor Augen führen. „Stellen Sie sich vor, Sie laufen an einer blühenden Wiese vorbei mit einigen summenden Bienen. Natürlich nicht jetzt im Februar, aber so grundsätzlich“, sagt Duncan Mc Geough. Diese Vorstellung soll nun Wirklichkeit werden. 

Mit dem Fördergeld möchten die beiden Studenten Duncan Mc Geough und Maren Maiwald gemeinsam mit Ortsbeiratsvorsitzenden Benjamin Walczak Akteure zusammenbringen und die Artenvielfalt stärken. Bereits 2019 wurden 18 Blühwiesen vom Kieler Rat genehmigt. Mit Pflanzen und Dünger soll nun noch mehr neuer Lebensraum für Insekten geschaffen werden. „Wir erhoffen uns zudem eine Art Strahlwirkung auf die anderen Stadtteile und mehr gemeinsames Handeln“, sagte Projektinitiatorin Maiwald. Ortsbeiratsmitglied Anne Bayer (CDU) bot als bekennende Imkerin auch abseits des Förderprojekts ihre Unterstützung an.

Auch das Zukunftsfestival überzeugte

Neben dem Büfett-Projekt überzeugten die Studenten Sabina Grape, Hauke Dentzin und Lisa Vagts von der CAU Kiel mit ihrem Zukunftsfestival „Kiel kann Mehr“ durch einen modernen Vortrag. In einem Film präsentierten sie Kieler Stimmen, die von „günstigeren Buspreisen“ oder „besserer Luft“ träumten. Die Studenten möchten dem Thema Nachhaltigkeit aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Perspektive eine öffentliche Plattform bieten. Ob Stadtspaziergänge, Infovorträge oder schlichtweg neue Impulse, das Festival soll ein Ort der Weiterentwicklung werden. Dabei appellierten die Studenten an alle Anwesenden, selbst mitzumachen. Das sorgte nicht zuletzt bei allen Ortsbeiratsmitgliedern für Bewunderung und Zustimmung. „Well done“, kommentierte Anne Bayer.

Jury entscheidet im März

Eine Buch-Chronik über den kulturellen Einfluss des Kieler Kommunikationszentrums Hansa 48 und auch das Filmprojekt über den Blücherplatz wurden vom Ortsbeirat nicht weiter gewählt. Beide Projekt-Antragssteller wollten eine Dokumentation für die Nachwelt produzieren, um zwei besondere und einflussreiche Aspekte von Kiel hervorzuheben. Die Ideen wurden zwar für gut und wichtig befunden, die beiden anderen Projekte hätten laut Ortsbeirat die Förderung der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit jedoch vergleichsweise stärker in den Fokus gerückt. Über die Verteilung der Fördergelder entscheidet die Jury der Ratsversammlung im März.

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