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Kiel So war der KN Jahresempfang 2016
Kiel So war der KN Jahresempfang 2016
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20:38 24.11.2016
Von Gerhard Müller
Vor dem KN-Logo begrüßten Geschäftsführer Sven Fricke (li.) und Chefredakteur Christian Longardt die Gäste: Hier Marco Chwalek vom Erzbistum Hamburg. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und Kieler Nachrichten haben am Donnerstag im Rahmen des KN-Jahresempfangs im Ostseekai die bundesweit einmalige Aktion „KN hilft Leben retten!“ gestartet. Verlag und Klinik rufen zu Spenden auf, um für die Bevölkerung in der Region kostenlose Kurse zur Wiederbelebung zu veranstalten.

Das Thema gewinne angesichts der alternden Bevölkerung und des Landärzte-Mangels immer mehr an Bedeutung, sagte Chefredakteur Christian Longardt, der vor gut 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Gesellschaft das erste große Spendenprojekt des neu gegründeten Vereins „KN hilft“ vorstellte. Mit dem auf zwei Stunden konzentrierten Kurs-Angebot setze man auf den Schneeballeffekt, erklärte Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am UKSH. Jeder Teilnehmer könne eine Übungspuppe mit nach Hause nehmen und das Wissen über die richtigen Wiederbelebungsmaßnahmen an Familie und Freude weitergeben.

Hier sehen Sie Bilder vom Fotostrecke: KN Jahresempfang am 24.11.2016 im Ostseekai in Kiel.

Für einen emotionalen Moment sorgte beim Empfang der 26-jährige Thies Weisner. Das Schicksal des Fußballers vom TSV Selent, der im März 2014 im Training einen Herzstillstand erlitten hatte und reanimiert worden war, berührte die Zuhörer und machte deutlich, wie wichtig das Thema ist.

KN hilft Leben retten

Mehr zur Aktion "KN hilft Leben retten" finden Sie auf der Webseite www.kn-hilft.de

Laut Gräsner gibt es in Schleswig-Holstein jedes Jahr 3000 bis 5000 Fälle von Herzstillstand, aber nur eine Minderheit der Bürger fange mit den nötigen Sofortmaßnahmen an. „Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts“, unterstrich Stefan Cawello, der gemeinsam mit zwei weiteren Teamkollegen Weisner mit sofortiger Herzdruckmassage das Leben gerettet hatte.

Hier sehen Sie Bilder vom KN Jahresempfang am 24.11.2016 im Ostseekai in Kiel.

Auftakt für die Kurse, in denen Bürger von UKSH-Fachpersonal in zwei Stunden mit der Wiederbelebung vertraut gemacht werden, wird im Januar sein. Die ersten Kurse finanzieren die KN selbst, danach setzen Verlag und UKSH auf Spenden und die Unterstützung von Partnern. Longardt: „Immer wenn wir genug Geld für einen neuen Kursus haben und einen kostenlos angebotenen Raum, fährt das UKSH-Mobil los in die Region.“ Wenn damit auch nur ein einziger Mensch gerettet werden könnte, „hätte sich die Aktion schon gelohnt“, waren sich Longardt und Gräsner einig.

Hier sehen Sie Bilder vom KN Jahresempfang am 24.11.2016 im Ostseekai in Kiel.

Zuvor hatte KN-Geschäftsführer Sven Fricke die Bedeutung von Qualitätsjournalismus hervorgehoben. „In den sozialen Medien können Nutzer nicht mehr zwischen seriösen Quellen und unseriösen unterscheiden“, sagte Fricke und warb bei der anwesenden Bildungsministerin Britta Ernst darum, junge Menschen nicht nur mit Technik vertraut zu machen, sondern auch Medienkompetenz zu schulen. „Seien sie kritisch“, forderte Fricke die Gäste auf, „nicht jede Information im Netz wurde von einem Journalisten geschrieben.“

Liveblog

Der Jahresempfang zum Nachlesen

Den Jahresempfang der Kieler Nachrichten können Sie auch im Liveblog nachlesen. 

Über 500 Gäste waren beim Jahresempfang der Kieler Nachrichten im Ostseekai. Hier finden Sie die Gästeliste von A bis Z.

KN-online (Kieler Nachrichten) 24.11.2016

Zum Jahresempfang der Kieler Nachrichten wurden am Donnerstagvormittag über 500 Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Schule, Kultur und Sport im Ostseekai in Kiel begrüßt. Lesen Sie das Event bei uns im Liveblog auf KN-online nach.

KN-online (Kieler Nachrichten) 24.01.2017

Letzter Akt im Steuerfall Uthoff: Die Gläubiger haben den Insolvenzplan für den Kieler Augenarzt einstimmig angenommen. Dafür müssen sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

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