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Kiel Das sind Björn Thoroes Pläne für Kiel
Kiel Das sind Björn Thoroes Pläne für Kiel
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17:02 16.10.2019
Von Michael Kluth
Björn Thoroe im Straßenwahlkampf auf der Holstenstraße. Quelle: Frank Peter
Kiel

Kreuzfahrtschiffe im Kieler Hafen will der Linke sofort auf Landstrom verpflichten. Die Stadtbahn will er deutlich schneller planen und bauen als vorgesehen. Das Ein-Euro-Tagesticket will er für Busse sofort einführen, zudem die Bustakte erhöhen und ausweiten. Thoroe will Radwege instandsetzen und weitere Velorouten bauen.

OB-Wahl Kiel 2019: Solaranlagen für städtische Gebäude

Die Stadtwerke sollen wieder komplett in Kieler Hand kommen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge betreiben und sich an Windparks beteiligen. Alle städtischen Gebäude sollen energetisch saniert und mit Solaranlagen ausgestattet werden.

Bei Überplanungen von Straßen und Wegen sollen verpflichtend Bäume und Büsche am Straßenrand vorgesehen werden. Parkraum für Autos will er vermindern. Die vom Bund geplante Südspange von der A 21 zur B 76 will er verhindern, soweit es in seiner Macht steht.

Björn Thoroe will die Zahl der Sozialwohnungen wieder mehr als verdoppeln

Zum Wohnungsbau bemüht Thoroe immer wieder zwei Zahlen. Die Zahl der Wohnungsnotstände, also Untergebrachte ohne eigenen Mietvertrag, habe sich in der Amtszeit des SPD-Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer auf über 2000 verfünffacht; Thoroe will sie auf Null zurückführen. Im selben Zeitraum habe sich die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen mit Sozialbindung halbiert; Thoroe will sie mehr als nur verdoppeln.

Die Kiwog ist Björn Thoroe viel zu klein

Die geplante kommunale Wohnungsgesellschaft Kiwog ist ihm mit zunächst 400 Wohneinheiten viel zu klein. Mindestens 13 000 Wohnungen müsse die städtische Gesellschaft binnen zehn Jahren in die Hand bekommen, um den Wohnungsmarkt in Kiel mitzusteuern. Woher das Geld dafür kommen soll? Thoroe: „Weniger Prestigeobjekte, mehr Wohnungsbau.“ Das neue Holsten-Fleet und das sanierungsbedürftige Kieler Schloss sind ihm ein Dorn im Auge.

Das städtische Vorkaufsrecht für Immobilien will Thoroe grundsätzlich zugunsten der Kiwog anwenden. Eigene Grundstücke soll die Stadt nur noch an die Kiwog verkaufen. Die Stadt soll eine kostenlose Mieterberatung zu Nebenkostenabrechnungen anbieten. Zwangsumzüge von Hartz-IV-Empfängern in kleinere Wohnungen will Thoroe aussetzen. Für Gaarden und Mettenhof will er soziale Erhaltungssatzungen erlassen, um Luxussanierungen zu verhindern.

Das komplette Wahlprogrammwww.bjoern-thoroe.de

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