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Kiel "Straßenköterpop" im Orange Club
Kiel "Straßenköterpop" im Orange Club
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08:00 10.02.2019
Von Thorben Bull
Antiheld gab sofort Vollgas, und der Funke sprang ebenso schnell auf das Publikum über. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

„Keine Legenden“-Tour der Band Antiheld: 250 Gäste waren im Orange Club der Traum GmbH.

Der erste Eindruck

Mit dem Opener „Bisschen Große Liebe“ gaben Antiheld sofort Vollgas und der Funke sprang ebenso schnell auf das Publikum über. Auch das folgende „Wenn Die Welt Brennt“ rockte ebenfalls druckvoll mit deutlichem Folk-Rock-Einschlag.

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Die Musik

Der hauptsächlich von vollen Akkorden getragene Pop-Rock des Quintetts verzichtete fast durchgehend auf prägnante Riffs. Dafür sorgten Klaviertöne und Akkordeon mitunter für Schunkel-Atmosphäre. Weniger innovativ waren die sich mehrmals wiederholenden Oh-Oh-Chöre.

Das Publikum…

…feierte ihre Antihelden durchgehend, ließ sich von ihnen, wie eingangs erwähnt, sofort anstecken. Vor allem die Refrains wurden mehrmals aus einer Kehle mitgesungen. Für Sänger und Gitarrist Luca Opifanti war das kein Zufall: „Antiheld-Konzerte sind immer eine riesengroße Familienfeier.“

Was in Erinnerung bleibt

Sänger und Gitarrist Luca Opifanti bewies, stellvertretend für seine Band, Understatement und Haltung zugleich. Über die neuen Songs des in diesem Jahr kommenden nächsten Album, sagte er: „Keine Angst, es bleibt alles gleich, braucht man kein Abitur für.“

Über den Titelsong der aktuellen Langrille „Keine Legenden“, den er als Kommentar zur politischen Großwetterlage versteht, führte er aus: „Das ist zwar nicht der beste Song, den ich geschrieben habe, aber der Wichtigste.“

Fazit

Mit ihrer munteren Natur bildeten Antiheld in ihren Liedern das Leben mit all seinen Facetten ab. Auch wenn die Stuttgarter keine Ausnahmemusiker sind, so war das Gemeinschaftsgefühl im Saal jederzeit spürbar, und das allein kann schon für einen gelungenen Konzertabend ausreichen.

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