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Kiel Blücherplatz wartet auf neuen Pavillon
Kiel Blücherplatz wartet auf neuen Pavillon
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18:13 13.10.2012
Von Ingrid Haese
So könnte der geplante Pavillon auf dem Blücherplatz aussehen: Die transparente Gestaltung mit Glas auf drei Gebäudeseiten bietet eine offene Raumbeziehung zwischen innen und außen. Eine umlaufende Terrasse lädt ein zum Verweilen. Quelle: Visualisierung Nagel Architekten
Kiel

Schon im Mai 2012 könnte auf einem Erbpachtgrundstück in der Nord-Ost-Ecke des Platzes mit dem Bau eines gläsernen Pavillons begonnen werden. So lautete im Januar die Prognose aus dem Stadtplanungsamt. Seither hat sich in Sachen Gastronomie nichts getan. Der alte Toiletten- und Gastrononiebau fristet ein trostloses Dasein.

 Das Büro des Bürgermeisters teilte dem Ortsbeirat mit, die Immobilienwirtschaft verhandle seit Frühjahr 2011 mit einem Investor. Dieser habe eine Bauvoranfrage eingereicht. Sobald die Entscheidung der unteren Bauaufsichtsbehörde vorliege, sei die Beurkundung des Erbbaurechtsvertrages vorgesehen. Die Immobilienwirtschaft sei bestrebt, keine weiteren Verzögerungen bei der Umsetzung des Bauvorhabens eintreten zu lassen. Sollten die städtischen Planungen mit diesem Investor nicht darstellbar sein, werde eine erneute Ausschreibung des Grundstücks unumgänglich, hieß es in dem Schreiben weiter.

 In einem einstimmig zustande gekommenen Beschluss bedauerte der Ortsbeirat, dass mit dem Bau des Pavillons noch immer nicht begonnen wurde. An den Bauausschuss gerichtet forderte er, die neue Kennzeichnung der Parkplätze umgehend vorzunehmen zu lassen und wie geplant eine Spiel- und Verweilecke einzurichten zu lassen. Das alte Gastrohäuschen sollte den bisher abgelehnten Interessenten zur – gegebenenfalls befristeten – Nutzung angeboten werden.

 Der Ortsbeirat beschäftigte sich außerdem mit dem Thema „Aufstellungsbeschuss für den Bebauungsplan Nummer 947“. Das ausgewiesene Gebiet wird durch Hohenbergstraße, Reventlouallee, Düsternbrooker Weg und Schwanenweg begrenzt, schließt Kirchenstraße und Martiuspark ein. „Dort gibt es weder gestalterische noch städtebauliche Vorgaben, entschieden wird nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches“, erläuterte Stadtplaner Knut Baudewig. Noch in diesem Jahr solle es eine Strukturanlalyse geben. Es werde im weiteren Verfahren zunächst einen B-Plan-Vorentwurf mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung und öffentlicher Auslegung des Entwurfs im Rathaus und im Internet geben. Das Verfahren ende mit dem Satzungsbeschluss. Bauvorhaben, die in diesem Gebiet bereits genehmigt seien, blieben auch nach Satzungsbeschluss genehmigt, so Baudewig. Zum ausgewiesenen Gebiet gehört auch das „Haus Hohenberg“, das nach den Plänen der Hamburger Hanse-Invest Dr. Weniger GmbH & Co. KG einem Neubau weichen soll.

 Bettina Bogya (SPD) mahnte an, den Ortsbeirat nach einem Auszug der Kinderklinik aus ihrem jetzigen Gebäude frühzeitig in der Planungen zur Weiternutzung oder zum Abriss des Gebäudes einzubeziehen.

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