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Kiel Durchsuchungen blieben ohne Ergebnis
Kiel Durchsuchungen blieben ohne Ergebnis
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09:01 21.06.2019
Nach Bombendrohung: Ein Spürhund liegt vor einem Zug im Kieler Hauptbahnhof und wartet auf seinen Einsatz. Zwei Züge und das Bahnhofsgelände wurden am Donnerstag nach verdächtigen Gegenständen abgesucht. Quelle: fpr: Frank Peter
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Kiel

Nach der Sperrung des Kieler Hauptbahnhofs aufgrund einer Bombendrohung lief der Verkehr am Freitagmorgen wieder reibungslos. Der Bahnhof sei am Donnerstagabend geräumt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Zugverkehr wurde eingestellt. Gegen 19.50 Uhr hatte ein Mann am Telefon gedroht, dass eine Bombe explodieren soll. Daraufhin wurde der Bahnhof gesperrt. Zahlreiche Züge endeten vorzeitig und starteten an umliegenden Bahnhöfen wie Raisdorf, Kiel-Hassee und Bordesholm, wie die Bahn mitteilte. Wie viele Züge insgesamt betroffen waren, war zunächst unklar.

Spürhunde im Einsatz, Kampfmittelräumdienst angefordert

Die Bundespolizei verschaffte sich einen Überblick über die im Bahnhof befindlichen Züge und forderte Spürhunde an. Der Bahnhof und zwei dort stehende Züge wurden geräumt, der Bahnhof wurde weiträumig für den Publikumsverkehr gesperrt. Kampfmittelräumdienst des Landes wurde gerufen.

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Durchsuchungen brachten kein Ergebnis

Nach rund zweieinhalb Stunden wurde der Bahnhof wieder freigegeben. Die Durchsuchungen hätten kein Ergebnis gebracht, sagte der Bundespolizei-Sprecher. Auch die Spürhunde hätten keine verdächtigen Gegenstände finden können. Auch der Zugverkehr lief wieder an. Zu möglichen Hintergründen, dem Anrufer selbst oder einem Motiv konnte die Bundespolizei zunächst keine Angaben machen. Auch gegen andere Bahnhöfe in Schleswig-Holstein hatte es in den vergangenen Monaten Bombendrohungen gegeben - etwa in Flensburg, Neumünster, Pinneberg und Lübeck. Ob es einen Zusammenhang gab, war aber zunächst unklar.

Anrufer müsste kompletten Einsatz bezahlen

Sollte der Anrufer, der mit der Bombe gedroht hatte, gefunden werden, wird es teuer: Neben strafrechtlichen Konsequenzen drohten dann auch zivilrechtliche Folgen. So müsse der komplette Einsatz bezahlt werden. "Und das ist eine große Summe, die da anfällt", sagte der Sprecher weiter. Im Einsatz waren rund 50 Kräfte der Bundespolizei, Landespolizei, Ordnungsdienstes der Stadt Kiel sowie die Feuerwehr und der Rettungsdienst.

Kieler Woche startet

In der Stadt startet am Wochenende die 125. Kieler Woche. Dann werden rund drei Millionen Besucher in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt erwartet.

Live-Ticker zum Nachlesen: Bahnhof nach Bombendrohung wieder freigegeben

Von RND/dpa

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