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Kiel Gewerkschaft kritisiert Ministerium
Kiel Gewerkschaft kritisiert Ministerium
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07:00 07.09.2017
Von Jürgen Küppers
Ihre Vereinsgründung schlug jetzt hohe Wellen bis ins Bildungsministerium: Die Schulleiter Hauke Kruse, Dieter Ruser und Carsten Haack (v.li.) wollten damit auf die schwierigen Bedingungen an ihren Brennpunkt-Schulen aufmerksam machen.  Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) kündigte nun zwar an, bis voraussichtlich 2020 einen „Bildungsbonus“ zur Entlastung von Brennpunkt-Schulen einzuführen. Doch das dauert der Bildungsgewerkschaft GEW viel zu lange: Hilfestellung müsse sofort erfolgen und nicht erst in einigen Jahren.

Was dieser Bonus beinhaltet und wie er die Schulen genau entlasten soll, ließ eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage offen. Entsprechende Ideen würden derzeit geprüft, müssten allerdings noch zwischen den zuständigen Ressorts abgestimmt werden. Darüber hinaus werde sich die Ministerin zunächst über die Situation an Brennpunkt-Schulen informieren und dabei unter anderem den Verein „Schulen am Wind“ zu einem Meinungsaustausch einladen.

Aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW kommen Entlastungen für Brennpunkt-Schulen reichlich spät. „Schon seit Jahren fordern wir, einen Sozialfaktor bei der Lehrerzuweisung zu berücksichtigen“, erklärte GEW-Geschäftsführer Bernd Schauer. Schließlich stünden Schulen in schwierigen sozialen Milieus vor ganz anderen Herausforderungen als Schulen in privilegierten Wohnlagen.

Erst das Drängen der GEW habe dazu geführt, dass die drei Regierungsparteien überhaupt einen „Sozialfaktor“ in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hätten. Damit sei Kollegien und Schülern allerdings noch nicht geholfen, wenn der „Bildungsbonus“ erst ab frühestens 2020 greife. Schauer: „Jetzt müssen wir Bildungschancen betroffener Schüler verbessern. Jetzt brauchen die Lehrkräfte Entlastung, damit sie unter schwierigen Rahmenbedingungen gute Arbeit leisten können. Die Politik darf hier keine Zeit mehr verschwenden.“

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