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Kiel Hilferuf findet Gehör
Kiel Hilferuf findet Gehör
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08:00 09.09.2017
Von Jürgen Küppers
Schulen in besonderem Umfeld brauchen besondere Unterstützung: Die Stadt will nun die schnelle Hilfe für Brennpunktschulen organisieren. Quelle: Waltraud Grubitzsch
Kiel

Weil bis zur Umsetzung solcher Konzepte aber noch einige Zeit vergehen dürfte, prüfe die Stadt jetzt auch einen kurzfristig umsetzbaren Plan: den Einsatz von Schulassistenten im Unterricht von Gemeinschaftsschulen. „In den Grundschulen haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit Schulassistenz gemacht, insofern könnte dies auch Gemeinschaftsschulen mit besonderen Herausforderungen entlasten.“

Handlungsdruck hatte zuvor die Bildungsgewerkschaft GEW aufgebaut. Wie berichtet, fordert sie die sofortige Verbesserung von Bildungschancen an Brennpunkt-Schulen „und nicht erst in einigen Jahren“. Anlass für die Mahnung war die Ankündigung von Bildungsminsterin Karin Prien, „bis 2020“ einen sogenannten Bildungsbonus für Brennpunktschulen einzuführen. Aus Sicht der GEW käme solch ein noch nicht näher definierter Bonus viel zu spät, Schüler und Kollegien müssten sofort entlastet werden.

Die Sprecherin des Bildungsministeriums, Patricia Zimnik, hielt den von der Stadt initiierten Runden Tisch mit dem Arbeitstitel „Diversität und Vielfalt an Kieler Schulen“ jedenfalls „für eine gute Idee“. Andererseits verwies Zimnik auch auf bereits geleistete Hilfsmaßnahmen wie zusätzlich gewährte Planstellen und Lehrerwochenstunden. Zudem träfe die Angabe der Vereins-Initiatoren (drei Schulleiter von Brennpunktschulen) nicht zu, dass dort etwa 20 Prozent der Schüler eine sonderpädagogische Förderung benötigten. „In Wirklichkeit beträgt dieser Förderbedarf 14,2 Prozent.“

Bildungsdezernentin Renate Treutel steht nach eigener Aussage zwar „komplett an der Seite“ der Vereinsgründer bei ihren Forderungen nach mehr Unterstützung. Andererseits sei auch die Stadt in der Vergangenheit bei entsprechenden Hilfestellungen auch nicht untätig geblieben. In diesem Zusammenhang nannte die Dezernentin beispielsweise die Ende 2016 beschlossene Schaffung von etwa 3,5 Stellen für Schulsozialarbeit.

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