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Kiel Hundestrand bleibt Streitthema
Kiel Hundestrand bleibt Streitthema
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08:19 11.04.2014
Von Ingrid Haese
Fritz Breyer (links) von der Arbeitsgemeinschaft Hundestrand und andere Tierhalter wie Olaf Reese (rechts) und Jonathan Hiller möchten den Hundestrand in Schilksee, der unter anderem durch große Steine und Reste von Betonbauten auffällt, gern verlängern. Familien mit Hunden sollen so auch Zugang zu einer Badestelle mit Sandstrand bekommen. Quelle: Ingrid Haese
Kiel

Der 300 Meter lange Hundestrand, der über die Straße Scheidekoppel zwischen Campingplatz und Jugendgruppenzeltplatz zu erreichen ist, ist sehr steinig. Reste von Betonbauten schränken für Nutzer die Bewegungsfreiheit ein. Im Mai 2013 richtete die Stadt Kiel zwischen Leuchtturm Friedrichsort und Bundeswehrgelände versuchsweise für sechs Monate eine Badestelle ein, die im Rahmen einer Sondernutzungserlaubnis von Familien mit Hunden und von anderen Badegästen aufgesucht werden durfte. Denn das Landesnaturschutzgesetz gibt grundsätzlich vor, dass das Mitführen von Hunden auf Stränden mit regem Badebetrieb vom 1. April bis 30. September untersagt ist. Gerwin Stöcken, Referent im Oberbürgermeisterbüro, fasste das Ergebnis des Versuches zusammen. „Das Projekt ist gescheitert, weil es Nutzungskonflikte gab“, sagte er und fügte mit Bezug auf eine Frage aus der Zuhörerschaft, ob es weitere Versuche geben solle, hinzu: „Derzeit gibt es in der Stadtverwaltung keine Vorbereitungen, irgendetwas zu tun.“

 Ortsbeiratsvorsitzender Christoph Holst (CDU) betonte, der Ortsbeirat werde an diesem Abend nicht über Anträge abstimmen, es gehe erst einmal um Informationen. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Hundestrand – in der sich Hundehalter, Vertreter des Tierschutzvereins, des Verbandes Kieler Rassehundvereine und des Landesverbandes Nord des Verbandes für das Deutsche Hundewesen engagieren – trat Fritz Breyer vor den Ortsbeirat. Die AG Hundestrand kritisiert den schlechten Zustand des Hundestrandes, auf dem große Steine lägen und der nicht gereinigt werde. „Wir brauchen einen Strand, an dem wir unfallfrei ins Wasser können und nicht auf Steinen ausrutschen“, sagte Breyer. Um einen Zugang zum Sandstrand zu bekommen, schlug er vor, den Hundestrand in Richtung Schilksee oder in Richtung Surfschule um 150 Meter zu verlängern. Ortsbeiratsmitglied Volker Oberthür (CDU) äußerte die Befürchtung, bei einer Erweiterung könnten erneut Nutzungskonflikte auftreten, weil sich auf den betreffenden Abschnitten viele Kinder und Jugendliche aufhielten. Edith Matz-Wiese (Grüne) warf ein, in Richtung Surfschule könnte vielleicht erweitert werden, zum Campingplatz hin aber nicht, weil dort viele Familien hinkämen. Antje Möller Neustock (SPD) stellte fest, theoretisch sei eine Erweiterung Richtung Süden machbar, der Norden käme nicht infrage.

 Aus den Reihen des Publikums gab es Kritik an den Erweiterungsvorschlägen. Viele Hundehalter machten den Hundekot nicht weg, nutzen den normalen Strand auch in Zeiten, wo dieses untersagt sei. Eine ordnungsrechtliche Verfolgung gebe es nicht. Durch Hunde würden insbesondere Kinder gefährdet. Es gebe außerdem keinen Zaun, der eine deutliche Trennung vorgebe, hieß es beispielsweise. Andere Besucher plädierten dafür, es dürfe keinen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet geben. Und nicht zuletzt seien Hunde eine Gefahr für Tiere wie die Uferschwalben.

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