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Kiel Wie geht es weiter mit dem Flughafen Kiel?
Kiel Wie geht es weiter mit dem Flughafen Kiel?
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07:18 08.05.2018
Von Alev Doğan
Foto: Flughafen Kiel-Holtenau: Mehr als 70 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag beim Bürgerentscheid für den Erhalt des Verkehrslandeplatzes.
Flughafen Kiel-Holtenau: Mehr als 70 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag beim Bürgerentscheid für den Erhalt des Verkehrslandeplatzes. Quelle: Ulf Dahl
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Auch die Erschließungsstraße zum MFG-5-Gelände stehe jetzt auf der Prioritätenliste. Den Ausbau des MFG-5-Geländes und die Vermarktung des Flughafens werde man allerdings nicht gegeneinander ausspielen: „Wir werden an beidem gleichzeitig und in höchstmöglicher Schnelligkeit arbeiten – was nicht heißt, dass es nicht trotzdem Jahre dauern kann“, sagte Kämpfer.

Ansiedlung der Nordwache der Kieler Berufsfeuerwehr

Die Erleichterung ist auch bei den Kieler Wirtschaftsakteuren groß. „Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist ein klares Bekenntnis der Kieler zu ihrem Flughafen. Das Votum bedeutet Planungssicherheit für die Entwicklung des Kieler Flughafens zum Airpark“, sagte der Geschäftsführer des Seehafens Kiel, Dirk Claus.

Bürgerentscheid Flughafen Kiel-Holtenau: Ergebnis Wahlbezirke

Ein erster Schritt sei nun die Ansiedlung der Nordwache der Kieler Berufsfeuerwehr, die mit einem Einsatzteam auch maritime Notfalleinsätze über der Ostsee fliegt. Die Stadt hatte das Gelände für einen symbolischen Euro an den Seehafen verpachtet.

Kein Luftverkehrskreuz über Kiel

Auch die Leiterin des Städtischen Beteiligungsmanagements, Sabine Schirdewahn, freute sich über den Ausgang des Bürgerentscheids. „Wir finden es wichtig, dass die Landeshauptstadt einen Landeplatz hat. Insofern freuen wir uns natürlich, dass die Argumente für den Erhalt überzeugt haben.“

Bedenken vieler Anwohner, der Flughafen könnte jetzt noch weiter ausgebaut werden, räumte Schirdewahn aus: „Der Flughafen wird nicht insofern ausgebaut, dass hier plötzlich ein neues Luftverkehrskreuz entsteht.“

Wohnungsbau bleibt Thema

Das Wichtigste sei nun, dass der Masterplan zur Vermarktung des Airparks umgesetzt werde, sagte Ingo Scheuse, Hauptgeschäftsführer des Unternehmensverbands Kiel. Doch daneben müsse sich Kiel auch um den Wohnungsbau in der Stadt kümmern. „Dass wir mehr bezahlbare Wohnungen brauchen, ist ja nicht von der Hand zu weisen“, so Scheuse. „Auch für Firmen ist es wichtig, dass ihre Mitarbeiter bezahlbare Wohnungen in der Nähe ihrer Arbeit finden. Es gibt diesen Bedarf an Wohnungen – es gibt aber auch die Flächen.“

Bei Wohnraum allein könne es allerdings nicht bleiben, so Scheuse: „Im nächsten Schritt schließt sich auch die Frage nach Betreuungsplätzen für Kinder an. Die Menschen, die hier arbeiten und wohnen, brauchen auch Kita-Plätze für ihre Kinder. Das ist die nächste Baustelle für Kiel.“

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