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Kiel Stadt Kiel will mehr Geld für E-Busse
Kiel Stadt Kiel will mehr Geld für E-Busse
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07:00 03.08.2018
Von Martina Drexler
Die zehn neuen Hybridbusse, die seit Anfang des Jahres in Kiel unterwegs sind, galten als Einstieg in Richtung mehr Elektromobilität. 19 weitere der weißen Wagen will die Stadt noch in diesem Jahr kaufen. Ab 2020 sollen nach und nach 36 E-Busse angeschafft werden. Quelle: Sven Janssen
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Mit einem Sofortprogramm bis 2020 versprach die Bundesregierung beim Dieselgipfel 2017 den Städten Hilfe im Kampf gegen Abgase. 92 Millionen Euro stellt sie darin für 250 Elektrobusse bereit. Viel zu wenig, findet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). „Wir haben bereits 1000 Bestellungen für die nächsten drei Jahre vorliegen. Das heißt, die Förderung müsste etwa 400 Millionen Euro betragen, sonst wird es für die Kommunen sehr schwer, den Umstieg zu finanzieren“, sagt Jens Schmidt, VDV-Fachbereichsleiter E-Mobilität. Das sieht Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) genauso. Das Förderprogramm kritisiert er als zu bürokratisch, und es reiche bei weitem nicht aus. 

Die Stadt will notfalls den Umstieg allein stemmen

19 Millionen Euro Förderung bräuchte die Kieler Verkehrsgesellschaft allein für die geplante Anschaffung von 36 Elektrobussen samt der Ladestationen, dabei sei die nötige Betriebshofinfrastruktur noch nicht eingerechnet. Von der Förderung aus Berlin will sich Kiel jedoch nicht abhängig machen, um den Umstieg auf den Elektroantrieb vorantreiben zu können. Kämpfer versichert: „Wir haben den festen Willen, die E-Busse anzuschaffen." Wenn es gar nicht anders gehen sollte, werde man das notfalls selbst stemmen.

E-Mobilität nur ein Baustein hin zur nachhaltigen Verkehrswende

Die Stadt ist überzeugt, dass neue, umweltfreundliche Antriebstechnologien die verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen stark entschärfen. Die E-Mobilität sei aber nur ein Baustein hin zu einer nachhaltigen Verkehrswende im Nahverkehr. Eine kurzfristige Lösung für die zu hohe Stickstoff-Belastung am Theodor-Heuss biete sie jedoch nicht.

Die erste Bilanz nach Erfahrungen mit den zehn neuen Diesel/Elektro-Hybridbussen fällt laut Stadt positiv aus. Man habe im Vergleich zu modernen Dieselbussen jeweils 24 Prozent an Kohlendioxid und an Kraftstoff einsparen können, zu den älteren Dieselmodellen sogar 94 Prozent an Stickoxid-Emissionen.

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